Analyse: Die Zinssenkungsprognose der US-Finanzministerin steht im Widerspruch zu den Modellen der Federal Reserve
Laut ChainCatcher haben Zinsexperten der Deutschen Bank erklärt, dass die Ansicht der US-Finanzministerin Bessent – wonach der Leitzins der Federal Reserve mehr als einen Prozentpunkt über dem von Modellen als angemessen erachteten Wert liege – nicht korrekt sei. Bessent hatte zuvor behauptet, dass „unabhängig davon, welches Modell“ verwendet werde, die Zinsen „um 150 bis 175 Basispunkte niedriger“ sein sollten. Allerdings wurde bislang kein Modell gefunden, das diese Aussage stützt, und das von Matthew Raskin geleitete Strategieteam der Deutschen Bank hat sich kürzlich der Überprüfung dieser Behauptung angeschlossen.
Raskin, ein ehemaliger Ökonom und Berater der Federal Reserve, und sein Team erklärten in einem Bericht am Dienstag, dass die von der Fed in ihrem halbjährlichen geldpolitischen Bericht verwendeten Regeln „keineswegs eindeutig auf eine Zinssenkung hindeuten, geschweige denn auf eine Senkung um 150 bis 175 Basispunkte“.
Sie stellten fest: „Es sollte darauf hingewiesen werden, dass der aktuelle Federal Funds Rate zufällig innerhalb des relativ engen Bereichs liegt, der durch die Regeln vorgegeben ist“, nämlich etwa zwischen 4 % und 4,65 %, was darauf hindeutet, dass eine Zinssenkung um 25 Basispunkte „vertretbar sein könnte“.
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