Fed veranstaltet im Oktober einen Gipfel zu Stablecoins, DeFi, KI und Tokenisierung
- Fed-Gipfel am 21. Oktober rückt Stablecoins, Tokenisierung und KI im Zahlungsverkehr in den Fokus.
- Stablecoins übersteigen weltweit inzwischen 230 Milliarden US-Dollar, was die Fed dazu veranlasst, die Aufsicht zu verschärfen und Risiken zu diskutieren.
- Die Veranstaltung vereint Regulierungsbehörden, Banken und Technologieführer, um die Zukunft des Zahlungsverkehrs zu gestalten.
Die US-Notenbank Federal Reserve wird am 21. Oktober eine große Konferenz zur Zukunft von Zahlungsinnovationen ausrichten, bei der Stablecoins im Mittelpunkt stehen. Die Konferenz bringt Regulierungsbehörden, Finanzinstitute und Technologieführer zusammen. Die Veranstaltung wurde am Mittwoch angekündigt und die Payments Innovation Conference wird eine Podiumsdiskussion zu Geschäftsmodellen von Stablecoins sowie Entwicklungen in der Tokenisierung beinhalten. Außerdem wird untersucht, wie künstliche Intelligenz im Zahlungsverkehr eingesetzt werden kann.
Die Konferenz wird sich auch mit der Konvergenz von traditioneller und dezentraler Finanzierung beschäftigen. Alle Sitzungen werden live per Livestream über die Website der Fed übertragen, weitere Programmdetails folgen in Kürze.
Federal Reserve Governor Christopher J. Waller beschrieb die Konferenz als Teil der laufenden Bemühungen der Fed, Innovation und Sicherheit in Einklang zu bringen. Er betonte, dass sich Zahlungen stets an die sich ändernden Bedürfnisse von Verbrauchern und Unternehmen angepasst haben. Allerdings dürfe der Fortschritt nicht auf Kosten der Stabilität gehen. Waller sagte, die Fed werde sowohl die Chancen als auch die Risiken neuer Technologien betrachten.
Wachstum von Stablecoins, Regulierung und der Vorstoß der Fed
Weltweit sind Stablecoins im Wert von mehr als 283 Milliarden US-Dollar im Umlauf, wobei Tether’s USDT und Circle’s USDC führend sind. Die Token haben an den Kryptomärkten stark zugelegt und werden immer beliebter als Brücke in den Mainstream-Finanzsektor. Entscheidungsträger sehen in schnelleren Zahlungen potenzielle Vorteile, doch bestehen weiterhin Risiken, falls Stablecoins Banken verdrängen oder die bestehende Finanzinfrastruktur grundlegend verändern.
Im Juli erhöhte der Kongress den Einsatz, indem er das erste bundesweite Stablecoin-Gesetz verabschiedete. Die Gesetzgebung verschaffte Banken mehr Klarheit bei der Ausgabe von Dollar-gestützten Token. Es war auch ein bedeutender Wandel in der Art und Weise, wie die USA digitale Vermögenswerte überwachen. Die Konferenz im Oktober zeigt, wie dringend die Fed auf diese regulatorischen Veränderungen reagieren und gleichzeitig die langfristige Rolle von Stablecoins berücksichtigen will.
Fed fordert praxisorientierten Ansatz für Blockchain und Stablecoins
Fed-Vizevorsitzende für Aufsicht Michelle Bowman hat sich für ein stärkeres Engagement bei Blockchain und digitalen Vermögenswerten ausgesprochen. In ihrer Rede am 20. August in Wyoming schlug sie vor, dass Fed-Mitarbeiter kleine Mengen an Kryptowährungen halten dürfen. Bowman argumentierte, dass praktische Erfahrung das Verständnis der Regulierungsbehörden verbessern und dazu beitragen würde, Top-Talente anzuziehen. Sie betonte, dass wahre Einsicht durch praktische Erfahrung und nicht nur durch theoretisches Wissen entsteht.
Ein übermäßig vorsichtiger Ansatz könnte das Bankensystem laut Fed-Beamten weniger relevant machen. Regulierungsbehörden werden ermutigt, mit Branchenführern zusammenzuarbeiten, um tokenisierte Vermögenswerte und Blockchain-Technologien besser zu verstehen. Blockchain könnte Kosten senken, Überweisungen beschleunigen und Eigentumsprozesse vereinfachen.
Die Konferenz im Oktober soll diese wichtige Diskussion weiter vorantreiben. Mit dem Fokus auf Stablecoins zeigt die Fed ihre Entschlossenheit, sich den Herausforderungen in einem der am schnellsten wachsenden Bereiche der Kryptowährungen zu stellen. Das Spannungsfeld zwischen Regulierung und Innovation bleibt dabei im Mittelpunkt.
Fed reduziert Aufsicht über digitale Aktivitäten der Banken
Die Fed hat ihren Ansatz zur Aufsicht über digitale Vermögenswerte überarbeitet und Aufsichtsschreiben zurückgezogen. Diese Schreiben verlangten zuvor von Banken, die Regulierungsbehörden zu informieren, bevor sie Aktivitäten im Zusammenhang mit Stablecoins oder Kryptowährungen aufnahmen.
Die Fed beendete das Novel Activities Supervision Program, das Banken mit Stablecoin-Aktivitäten, Krypto-Verwahrung, Kreditvergabe und Fintech-Partnerschaften überwachte. Dieser Schritt markiert einen Wandel im regulatorischen Ansatz und spiegelt eine fortgesetzte Lockerung der direkten Aufsicht über digitale Vermögensaktivitäten wider.
Mit dem explosionsartigen Wachstum von Stablecoins kommt der Gipfel im Oktober zu einem entscheidenden Zeitpunkt. Entscheidungsträger stehen vor dem Dilemma, regulatorische Sicherheit zu schaffen, ohne Innovationen zu ersticken. Durch das Zusammenbringen von Regulierungsbehörden, Banken und Technologieführern will die Fed die Diskussion über den Zahlungsverkehr lenken. Die Konferenz könnte maßgeblich dazu beitragen, wie digitale Vermögenswerte künftig in das traditionelle Finanzsystem integriert werden.
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