Das „dritte Mandat“ der Fed könnte den Dollar entwerten und Kryptowährungen in die Höhe treiben
Ein „drittes Mandat“ der US Federal Reserve könnte, falls es umgesetzt wird, die langfristige Geldpolitik verändern – was schlechte Nachrichten für den Dollar, aber gute Nachrichten für Krypto bedeuten könnte.
Die Fed galt lange als Institution mit einem Dualmandat – Preisstabilität und maximale Beschäftigung – doch Präsident Donald Trumps Kandidat für den Fed-Gouverneur , Stephen Miran, verwies Anfang dieses Monats auf ein „drittes Mandat“, was Spekulationen über die Zukunft der geldpolitischen Ausrichtung der Zentralbank auslöste.
Das dritte Mandat ist eine gesetzliche Anforderung, die in den Gründungsdokumenten der Fed verborgen ist und besagt, dass die Zentralbank tatsächlich drei Ziele verfolgt: maximale Beschäftigung, Preisstabilität und moderate langfristige Zinssätze.
Die Trump-Regierung scheint bereit zu sein, diese in Vergessenheit geratene gesetzliche Anforderung als Rechtfertigung für eine aggressivere Intervention am Anleihemarkt zu nutzen, möglicherweise durch Kontrolle der Zinsstrukturkurve oder erweiterte quantitative Lockerung und Geldschöpfung, berichtete Bloomberg am Dienstag.
Der Federal Reserve Act von 1913 vermerkt ein drittes Mandat (hervorgehoben) für moderate langfristige Zinssätze. Quelle: US Government Publishing Office Senkung langfristiger Zinssätze
Dieses dritte Ziel wurde jahrzehntelang weitgehend ignoriert, da die meisten es als natürliches Nebenprodukt der Erreichung der ersten beiden Ziele betrachteten. Doch Trump-Beamte führen es nun als rechtliche Grundlage für mögliche Politiken zur Kontrolle der Zinsstrukturkurve an, bei denen die Fed Staatsanleihen kauft, um einen gewünschten Zinssatz zu erreichen.
Trump hat sich seit langem für niedrigere Zinssätze eingesetzt und Fed-Gouverneur Jerome Powell als „zu langsam“ oder „ zu spät “ bei deren Senkung bezeichnet.
Die Regierung möchte die langfristigen Zinssätze aktiv unterdrücken, und potenzielle Instrumente umfassen eine erhöhte Ausgabe von Treasury Bills, Anleiherückkäufe, quantitative Lockerung oder direkte Kontrolle der Zinsstrukturkurve.
Niedrigere langfristige Zinssätze würden die staatlichen Kreditkosten senken, da die Staatsverschuldung einen Rekordwert von 37,5 Billionen US-Dollar erreicht. Die Regierung möchte außerdem den Immobilienmarkt ankurbeln, indem sie die Hypothekenzinsen senkt.
Positive Auswirkungen auf Krypto
Christian Pusateri, Gründer des Verschlüsselungsprotokolls Mind Network, sagte am Mittwoch, dass das dritte Mandat „finanzielle Repression unter einem anderen Namen“ sei und fügte hinzu, dass es „sehr nach“ Kontrolle der Zinsstrukturkurve aussehe.
„Der Preis des Geldes gerät unter strengere Kontrolle, weil das uralte Gleichgewicht zwischen Kapital und Arbeit, zwischen Schulden und BIP, instabil geworden ist“, sagte er.
„Bitcoin wird voraussichtlich massives Kapital absorbieren, da es als bevorzugter Hedge gegen das globale Finanzsystem gilt.“
Der meinungsstarke BitMEX-Gründer Arthur Hayes sagte ebenfalls, dies sei bullisch für Krypto, und schlug vor, dass die Kontrolle der Zinsstrukturkurve Bitcoin auf 1 Million US-Dollar treiben könnte.
Quelle: Arthur Hayes Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.
Das könnte Ihnen auch gefallen
Von KI bis Gold und US-Staatsanleihen: Fast alles stürmt auf neue Höchststände, der Markt erlebt ein „Everything High“
Die KI-Investitionsausgaben sowie die Gewinnerwartungen der Unternehmen werden weiterhin nach oben korrigiert, während Energie, Gold, US-Anleiherenditen und Marktpositionierungen ebenfalls ansteigen. Oberflächlich betrachtet deutet dies auf einen umfassenden Anstieg von Wachstum und Risikobereitschaft hin; jedoch verringert sich der Spielraum für Fehlertoleranz hinsichtlich der anhaltenden KI-Euphorie, wenn Inflation, Zinsen und überfüllte Trades gleichzeitig auf hohem Niveau liegen.
Trump drängt die Fed zu Zinssenkungen, doch Waller könnte den entgegengesetzten Weg einschlagen: Drei Optionen bei der Sitzung nächste Woche
Die Bloomberg-Kolumnistin Claudia Sahm ist der Ansicht, dass Trump weiterhin Druck auf eine Zinssenkung ausübt, während die Inflation deutlich über dem 2%-Ziel liegt und eine Zinserhöhung wieder zur Option wird. Walsh steht nächste Woche vor einer schwierigen Entscheidung. Die Federal Reserve hat drei mögliche Wege: Eine Zinserhöhung ohne Unterstützung von Walsh könnte zu seltenen internen Meinungsverschiedenheiten führen; Untätigkeit könnte politische Einmischung oder Zweifel hervorrufen; Eine Zinserhöhung unter Führung von Walsh könnte dem Druck des Weißen Hauses standhalten und die Unabhängigkeit der Politik verteidigen.
Goldman Sachs: Einstufung für Arista Networks (ANET.US) auf „Kaufen“ mit Kursziel 225 US-Dollar
Goldman Sachs weist darauf hin, dass Arista Networks seine Umsatz- und Gewinnmargenprognose für 2026 bestätigt hat, was hauptsächlich auf die verbesserte Transparenz in der Lieferkette sowie auf die starke Nachfrage in den beiden strategisch wichtigen Bereichen KI-Infrastruktur und Unternehmensnetzwerk-Deployments zurückzuführen ist.

