Stablecoin-Emittenten und Verwahrer im Vereinigten Königreich könnten künftig wie Banken reguliert werden
Britische Krypto-Inhaber könnten sich bald mit einer ganz anderen Landschaft konfrontiert sehen, da die Financial Conduct Authority (FCA) ihre regulatorische Reichweite in der Branche ausweiten möchte.
Ein neues Konsultationspapier beschreibt, wie die Aufsichtsbehörde beabsichtigt, ihr Regelwerk auf Krypto-Unternehmen anzuwenden und dabei alles von der Vermögenssicherung bis zum Betrieb von Handelsplattformen zu gestalten.
Laut der Finanzaufsichtsbehörde würden diese Vorschläge zu klareren Schutzmaßnahmen für Privatanleger und einer strengeren Aufsicht über Krypto-Unternehmen führen.
Pläne der UK FCA
Bisher kamen britische Krypto-Nutzer hauptsächlich durch Vorschriften zu Werbemaßnahmen und Geldwäscheprüfungen mit der FCA in Berührung. Das Konsultationspapier geht jedoch deutlich weiter. Es schlägt eine direkte Aufsicht über Stablecoin-Emittenten, Verwahrer und Krypto-Asset-Handelsplattformen (CATPs) vor.
Für Investoren bedeutet das, dass die Wallets, Börsen und Coins, auf die sie sich verlassen, bald denselben Governance- und Resilienzstandards wie traditionelle Finanzinstitute unterliegen könnten.
Die Aufsichtsbehörde hat außerdem klargestellt, dass Unternehmen eine offizielle Genehmigung benötigen, bevor sie Kunden bedienen dürfen. Diese Bedingung sollte theoretisch das Risiko plötzlicher Plattformausfälle oder unklarer Verantwortlichkeiten verringern.
David Geale, Executive Director of Payments and Digital Finance bei der FCA, sagte, die Vorschläge seien darauf ausgelegt, ein Gleichgewicht zwischen Innovation und Schutz zu schaffen. Er erklärte:
„Wir wollen einen nachhaltigen und wettbewerbsfähigen Kryptosektor entwickeln – mit einem Gleichgewicht zwischen Innovation, Marktintegrität und Vertrauen.“
Geale merkte an, dass die Regeln zwar keine Investitionsrisiken beseitigen werden, sie jedoch einheitliche Standards schaffen, die den Verbrauchern helfen, zu verstehen, was sie von registrierten Unternehmen erwarten können.
Warum ist das für Krypto-Inhaber wichtig?
Die Änderung des britischen Regulierungsrahmens würde eine sicherere Verwahrung von Vermögenswerten, eine bessere Offenlegung von Risiken und klarere Möglichkeiten zur Beschwerde bieten, falls etwas schiefgeht.
Die Aufsichtsbehörde war in ihrer Stellungnahme jedoch auch offen und argumentierte, dass kein Regelwerk die Volatilität oder die inhärenten Risiken beim Halten digitaler Vermögenswerte beseitigen kann. Stattdessen liegt der Fokus darauf, sicherzustellen, dass Verbraucher, wenn sie sich für eine Investition entscheiden, dies in einem Markt tun, der transparent und fair funktioniert.
Laut FCA:
„Wir konzentrieren unser Engagement auf Bereiche mit dem größten Schadenpotenzial und verfolgen einen flexibleren Ansatz, mit weniger intensiver Aufsicht für jene Unternehmen, die nachweislich das Richtige tun wollen. Wir beabsichtigen außerdem, unsere Schwerpunkte vorhersehbar zu machen, damit Unternehmen die Möglichkeit haben, positive Veränderungen vorzunehmen, ohne dass regulatorische Maßnahmen erforderlich sind.“
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