USD: Globale Märkte erleben weit verbreiteten Ausverkauf – Scotiabank
US-Märkte verzeichnen starke Rückgänge angesichts der Schwäche des Dollars
Globale Aktien- und Anleihemärkte stehen unter erheblichem Abwärtsdruck, doch die auffälligste Bewegung ist der ausgeprägte Ausverkauf amerikanischer Vermögenswerte. Der US-Dollar verliert weiterhin an Boden und setzt seinen jüngsten Abwärtstrend fort, nachdem Präsident Trump kurz vor dem Davos-Gipfel erneut mit Zöllen und im Zusammenhang mit Grönland gedroht hat. Währenddessen gewinnen wichtige europäische Währungen an Stärke, wobei der Schweizer Franken um 1 % zulegt. Steigende Goldpreise und erhöhte Volatilität am Devisenmarkt deuten darauf hin, dass Investoren sich auf weitere Rückgänge des Dollars einstellen. Laut Einschätzungen der Chef-Devisenstrategen von Scotiabank, Shaun Osborne und Eric Theoret, könnte der DXY-Index in den Bereich von 97,75 bis 98,00 zurückkehren.
US-Dollar setzt Verluste fort, während Investoren nach Alternativen suchen
Die Märkte erleben einen breit angelegten Rückgang, wobei sowohl Aktien als auch Anleihen weltweit fallen. Im Mittelpunkt steht jedoch die USA, wo Vermögenswerte besonders unter Druck stehen und der Dollar stark fällt – eine Fortsetzung der Schwäche, die am Montag nach Präsident Trumps jüngsten Äußerungen zu Grönland und Zöllen begann. Während sich der Präsident auf seine Rede in Davos vorbereitet, verschärfen sich die Spannungen mit europäischen Staats- und Regierungschefs, was möglicherweise mit der nachlassenden Unterstützung für seine Gaza-'Board of Peace'-Initiative zusammenhängt.
Europäische Kernwährungen entwickeln sich überdurchschnittlich, angeführt vom bemerkenswerten Anstieg des Schweizer Frankens um 1 %. Auch der Euro hat zugelegt, fast einen Cent höher als zum vorherigen Tagesschluss, während Schwellenländerwährungen zurückbleiben. Die Ölpreise steigen leicht, aber Gold verzeichnet eine starke Rally – ein Anstieg um 1,4 % auf ein neues Hoch –, da Anleger zunehmend sichere Häfen außerhalb des Dollars bevorzugen. Die erhöhte Volatilität am Devisenmarkt und sich verändernde Risikoaufschläge deuten darauf hin, dass Marktteilnehmer weiterhin auf eine anhaltende Dollar-Schwäche setzen.
Investoren verschieben ihre Positionen weg vom Dollar
Aktuelle Positionsdaten zeigen eine Reduzierung des gesamten US-Dollar-Engagements, wobei Anleger inzwischen nur noch leicht übergewichtet in der Währung sind im Vergleich zu den Benchmarks – ein Rückgang gegenüber der deutlichen Übergewichtung Ende letzten Jahres. Diese Anpassung lässt Raum für eine zusätzliche Schwäche des Dollars in den kommenden Monaten, insbesondere wenn sich Investoren aufgrund aggressiver US-Politikmaßnahmen weiter von US-Vermögenswerten diversifizieren. Die deutlichen Verluste des DXY-Index heute festigen den Widerstand im unteren bis mittleren 99er-Bereich und deuten auf einen möglichen erneuten Test der Tiefstände von Ende 2025 bei etwa 97,75/98,00 in naher Zukunft hin.
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