Analyse: Wenn das Gesetz zur Strukturierung des Kryptomarktes die Renditen von Stablecoins einschränkt, könnte dies Kapitalströme in Offshore-"synthetische Dollar" fördern
Jinse Finance berichtet, dass Brancheninsider warnen, dass das US-amerikanische Gesetz zur Strukturierung des Kryptomarktes (CLARITY Act), falls es Beschränkungen für die Renditen von Stablecoins einführt, Kapital aus regulierten Märkten verdrängen und stattdessen in Offshore-Finanzstrukturen mit geringer Transparenz sowie in „synthetische Dollar“-Produkte lenken könnte. Colin Butler, Head of Markets bei Mega Matrix, erklärte, dass ein Verbot von Renditen für konforme Stablecoins deren Inhaber nicht den US-Finanzmarkt schützt, sondern vielmehr regulierte Institutionen marginalisiert und die Kapitalabwanderung an die Grenzen der Regulierung beschleunigt. Derzeit verfügt der digitale Renminbi bereits über eine Verzinsungsfunktion, während Singapur, die Schweiz und die Vereinigten Arabischen Emirate an Rahmenwerken für verzinsliche digitale Vermögenswerte arbeiten. Sollte die USA konformen US-Dollar-Stablecoins Renditen verbieten, könnte dies die globale Wettbewerbsfähigkeit schwächen. Nach dem bereits in Kraft getretenen Rahmen des „GENIUS Act“ müssen Zahlungs-Stablecoins wie USDC vollständig durch Bargeld oder kurzfristige US-Staatsanleihen gedeckt sein und dürfen keine direkten Zinsen zahlen, wodurch sie als „digitales Bargeld“ gelten.
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