Goldman Sachs-Team sagt: Aufgrund von Bedenken über die Disruption durch KI schneiden Aktien mit hohen Sachwerten besser ab.
Laut den Strategen der Goldman Sachs-Gruppe schneiden Aktien von Unternehmen mit materiellen Produktionsanlagen besser ab, da Investoren nach sicheren Häfen suchen, um das Risiko von Branchenumwälzungen durch Künstliche Intelligenz zu vermeiden.
Das Team von Goldman Sachs stellt fest, dass ihr seit Anfang 2025 aufgelegtes Portfolio aus kapitalintensiven/anlageintensiven Unternehmen (deren wirtschaftlicher Wert aus physischen Anlagen stammt) gegenüber dem leichtgewichtigen Portfolio, das auf Humankapital oder digitalem Kapital basiert, bereits eine Überrendite von etwa 35 % erzielt hat.
Strategen wie Guillaume Jaisson erklärten in einem Kundenbericht, dass Investoren zunehmend Aktien mit dem sogenannten „HALO-Effekt“ (kapitalintensiv, geringes Risiko des Aussterbens) kaufen, die sich vor allem auf die Bereiche Versorgungsunternehmen, Grundressourcen und Energie konzentrieren.
Zu den von dem Team ausgewählten europäischen kapitalintensiven Titeln zählen: ASML, Safran, LVMH, Air Liquide, Airbus usw.; das leichtgewichtige Portfolio umfasst dagegen L’Oréal, Adyen, DSV, Siemens Healthineers usw.
Jaisson schrieb: „Der Markt belohnt derzeit Kapazitäten, Netzwerke, Infrastruktur und technische Komplexität – Vermögenswerte, deren Replikation sehr teuer ist und die weit weniger durch technologische Veränderungen bedroht werden.“
Die Angst, dass KI-Anwendungen bestehende Geschäftsmodelle umwälzen könnten, hat bereits zahlreiche Branchen von Software bis Asset Management erfasst und dazu geführt, dass zuvor als sicher geltende Aktien stark gefallen sind. Diese Panik hat zu undifferenzierten Verkäufen geführt, die sich sogar auf Branchen wie die Logistik ausgeweitet haben, die scheinbar wenig von KI bedroht sind.
Die Strategen sagen, dass der Wettbewerb um die Führungsposition bei KI dazu geführt hat, dass die bisher führenden Leichtgewichte (die fünf großen Cloud-Dienstleister) zu kapitalintensiven Unternehmen geworden sind.
Ihren Schätzungen zufolge werden Amazon, Microsoft, Alphabet, Meta und Oracle zwischen 2023 und 2026 rund 1,5 Billionen US-Dollar in den Aufbau von KI-Infrastruktur investieren; während die gesamten bisherigen Investitionen dieser Unternehmen bis 2022 lediglich rund 600 Milliarden US-Dollar betrugen.
Das Team von Goldman Sachs erklärt, dass höhere Realrenditen, geopolitisch getriebene Fiskalausgaben und die Ausweitung der industriellen Produktion die Umschichtung von Kapital hin zu kapitalintensiven Sektoren unterstützen. Auch die Gewinnentwicklung spricht zunehmend für diese Unternehmen: Laut Markterwartungen wachsen die Gewinne pro Aktie und die Eigenkapitalrendite kapitalintensiver Unternehmen inzwischen schneller als die von Leichtgewichten.
Auch die Strategen von Morgan Stanley weisen darauf hin, dass sich Kapital von leichtgewichtigen Branchen wie der Software abwendet. In ihrem Bericht vom Montag schrieben sie, dass europäische Long-only-Fonds bis Ende 2025 begonnen haben, Aktien mit KI-Disruptionsrisiko abzubauen.
Verantwortlicher Redakteur: Guo Mingyu
Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.
Das könnte Ihnen auch gefallen
Apple (AAPL.US) läutet das „Zeitalter der faltbaren Displays“ ein! Das 1.999-Dollar-iPhone Duo erscheint – KI durchdringt das gesamte Hardware-Ökosystem
Apple hielt am Mittwoch seine jährliche Herbstproduktpräsentation ab und stellte offiziell das erste faltbare Handy des Unternehmens, das iPhone Duo, vor. Außerdem wurden die neuen Produkte iPhone 18 Pro Serie, Apple Watch Series 12, Apple Watch Ultra 4 sowie AirPods 5 präsentiert.

Der Ölpreis kehrt auf 100 Dollar zurück und schürt Inflationsängste – Händler setzen vermehrt auf Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank und der Bank of England
Mit den anhaltend steigenden internationalen Energiepreisen und der wachsenden Sorge um eine hohe Inflation im kommenden Jahr setzen Händler verstärkt darauf, dass die Europäische Zentralbank und die Bank of England ihre Zinssätze weiter anheben werden.

Übernachtige US-Aktienmärkte | Die drei großen Indizes setzen ihren Abwärtstrend fort, Brentöl-Futures-Schlusskurs steigt auf über 101 US-Dollar, SK Hynix (SKHY.US) steigt um 7 %
Bis zum Handelsschluss fiel der Dow Jones um 405,41 Punkte bzw. 0,77% auf 52.380,66 Punkte; der S&P 500 Index verlor 37,16 Punkte bzw. 0,48% und schloss bei 7.636,36 Punkten; der Nasdaq sank um 168,07 Punkte bzw. 0,64% auf 26.253,34 Punkte.


