Castle Securities: Die Stimmung der Privatanleger trübt sich, historische Muster deuten auf eine mögliche kurzfristige Erholung des US-Aktienmarktes hin
Am 8. April wiesen Strategen von Castle Securities darauf hin, dass die abnehmende Stimmung unter Privatanlegern auf eine mögliche kurzfristige Erholung am US-Aktienmarkt hindeuten könnte. Scott Rubner, Leiter der Strategie für Aktien und Aktien-Derivate bei Castle Securities, erklärte, dass laut firmeneigenen Plattformdaten Privatanleger in der vergangenen Woche zu Nettoverkäufern von US-Aktien und -Optionen geworden seien. Privatanleger gehören traditionell zu den optimistischsten Gruppen am Aktienmarkt. Seit Januar 2020 ist diese Situation lediglich 18 Mal eingetreten. In den Vorwochen hatten der Krieg im Iran und stark gestiegene Ölpreise zu erheblicher Volatilität am Aktienmarkt geführt. In einem Bericht an Kunden schrieb Rubner am Dienstag: „Wir sehen nun erste Anzeichen von Kapitulation unter Privatanlegern sowohl am Kassamarkt als auch im Optionshandel, und die Teilnahme von Privatanlegern ist keine einseitige Nachfragetreibkraft mehr.“ Dieser rückläufige Stimmungswechsel ist eine deutliche Abweichung vom Verhaltensmuster der Privatanleger, die in den letzten Jahren konsequent Schwächephasen für Käufe genutzt haben. Allerdings zeigen Daten von Castle Securities, dass Phasen der Ermüdung bei Privatanlegern historisch oft mit stärkeren kurzfristigen Renditen am US-Aktienmarkt einhergehen: Nach ähnlichen Signalen besteht eine Wahrscheinlichkeit von etwa 82 %, dass der S&P 500 in den nächsten zwei Monaten steigt, mit einem durchschnittlichen Plus von 4,1 %.
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