Brent: Konfliktrisiken halten die Preise hoch – Commerzbank
Norman Liebke von Commerzbank und seine Kollegen betonen, dass Brent weiterhin volatil bleibt, da Spannungen im Nahen Osten und Unterbrechungen bei der Schifffahrt durch wichtige Engpässe das Angebot begrenzen. Sie stellen fest, dass OPEC+ voraussichtlich die Förderziele für September moderat erhöhen wird, betonen jedoch, dass dies davon abhängt, dass die Straße von Hormuz offen bleibt. Die Bank kommt zu dem Schluss, dass Brent-Preise in den kommenden Wochen wahrscheinlich hoch bleiben werden.
Spannungen im Nahen Osten bestimmen den Ausblick für Öl
"Insgesamt bleibt deutlich, dass die regionale Eskalation des Konflikts im Nahen Osten zusätzlichen Druck auf den globalen Ölmarkt ausübt. Daher werden Entwicklungen im Nahen Osten voraussichtlich auch in den nächsten Wochen ein wesentlicher Treiber für die Stimmung am Rohstoffmarkt und die Ölpreise bleiben."
"Angesichts dieser Situation und der fehlenden klaren Signale zur Deeskalation werden die Ölpreise vorerst wahrscheinlich auf einem hohen Niveau bleiben. Die letzten Wochen haben jedoch gezeigt, dass selbst vorsichtige Fortschritte in den Beziehungen zwischen den USA und Iran erheblichen Abwärtsdruck auf die Preise ausüben können."
"Zudem gibt es Neuigkeiten von OPEC: Am Sonntag treffen sich die sieben Kernmitglieder von OPEC+ und werden voraussichtlich die Produktionsziele für September erneut um rund 188.000 Barrel pro Tag erhöhen, bevor sie weitere Erhöhungen wahrscheinlich aussetzen."
"Doch die Umsetzung der zuvor angekündigten Produktionssteigerungen hängt letztlich davon ab, dass die Straße von Hormuz offen bleibt und die Produzenten am Golf die Exporte wieder aufnehmen können."
"Dies unterstreicht die zunehmend angespannte Lagerbestandslage in den USA, die wahrscheinlich den Spielraum für Rohölexporte begrenzt."
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