Der Gewinn von Meta im zweiten Quartal ist gesunken, Zuckerberg bekr äftigt verstärkte Investitionen in künstliche Intelligenz.
Quelle: Global Market Broadcast
Am 29. Juli veröffentlichte Meta den Finanzbericht für das zweite Quartal 2026. Aufgrund der hohen Ausgaben für den Aufbau von künstlicher Intelligenz (AI)-Infrastruktur schrumpften sowohl der Quartalsgewinn als auch der freie Cashflow deutlich. Vorstandsvorsitzender Mark Zuckerberg bekräftigte, dass das Unternehmen die Obergrenze der Kapitalausgaben für 2026 bei maximal 145 Milliarden US-Dollar beibehalten und weiterhin verstärkt in den Bereich künstliche Intelligenz investieren wird.
Die Zahlen des Finanzberichts zeigen, dass Meta im zweiten Quartal einen Umsatzanstieg von 28% erzielte und die Zahl der täglich aktiven Nutzer der eigenen App-Matrix 3,6 Milliarden erreichte. Sowohl die Reichweite als auch die Preise für digitale Werbung konnten zweistellig zulegen. Da sich das Unternehmen jedoch in einem Superzyklus der Kapitalausgaben befindet, stiegen die Gesamtkosten im Quartal um 55% stark an, wobei die Ausgaben für Forschung und Entwicklung um 68% explodierten. Infolge dessen sank das operative Ergebnis im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 8% auf 18,8 Milliarden US-Dollar; der freie Cashflow fiel von 8,5 Milliarden US-Dollar im gleichen Zeitraum 2025 auf 784 Millionen US-Dollar abrupt. Zudem kletterten die langfristigen Verbindlichkeiten von 58,7 Milliarden US-Dollar zum Jahresende auf 83,7 Milliarden US-Dollar, während der Bestand an Kassen und Cash-Äquivalenten um 57% schrumpfte. Im ersten Halbjahr wurden zudem keine Aktien zurückgekauft.
In Bezug auf die Finanzprognose hat Meta den unteren Wert der geplanten Kapitalausgaben für 2026 von 125 Milliarden US-Dollar auf 130 Milliarden US-Dollar angehoben, die Obergrenze bleibt unverändert bei 145 Milliarden US-Dollar. Zu den hohen Investitionskosten für künstliche Intelligenz sagte Zuckerberg, dass diese Technologieinvestitionen die Nutzererfahrung verbessern und die Leistung des digitalen Werbegeschäfts effektiv steigern. Er betonte, dass Meta angesichts des aktuellen Engpasses bei Rechenkapazität zahlreiche externe Angebote zu Premiumpreisen für überschüssige Rechenressourcen erhalten hat, wodurch das Unternehmen durch den Verkauf von Kapazitäten an Drittanbieter schnell Einnahmen generieren kann.
Da die Umsatzprognosen für das dritte Quartal hinter den Markterwartungen zurückblieben und die Kapitalmärkte zudem die Nachhaltigkeit der hohen Ausgaben befürchten, fiel die Meta-Aktie nach Veröffentlichung des Finanzberichts nachbörslich um 10%. Analysten gehen davon aus, dass Meta sowohl 2026 als auch 2027 mit einem negativen freien Cashflow konfrontiert sein könnte, und die tatsächliche Rendite der Monetarisierung von künstlicher Intelligenz wird zum entscheidenden Faktor für die künftige Marktperformance des Unternehmens.
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