Das Wachstumstempo des US-ISM-Industrieindex ist so hoch wie seit 2022 nicht mehr.
Die US-Produktionstätigkeit hat sich im Juli mit der höchsten Geschwindigkeit seit über vier Jahren ausgeweitet, was vor allem auf eine starke Nachfrage, einen sprunghaften Anstieg der Produktion sowie Maßnahmen der Unternehmen zur Erhöhung der Beschäftigtenzahl zurückzuführen ist.
Der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe in den USA stieg im Juli auf 55,6 und erreichte damit den höchsten Stand seit Mai 2022. Bereits seit sieben Monaten liegt er über der Schwelle für Expansion.
Der Produktionsindex stieg auf 58,5 und damit auf das höchste Niveau seit Ende 2021; auch der Beschäftigungsindex zeigt, dass die Hersteller erstmals seit September 2023 wieder Mitarbeiter eingestellt haben.
Auch das Wachstum der Neueingänge – ein Indikator für die Nachfrage – zog wieder an.
Dieser Bericht spiegelt zudem einen unruhigen Monat im Nahen Osten wider. Das provisorische Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran ist faktisch gescheitert, was zu einem Anstieg der Ölpreise geführt hat. Nach einer kurzen Feuerpause waren die seit fünf Monaten anhaltenden Kämpfe am Monatsende wieder ausgebrochen und breiteten sich auf die gesamte Region aus.
Die Fabriken stehen weiterhin vor verlängerten Lieferzeiten durch Zulieferer sowie steigenden Rohstoffpreisen. Der ISM-Preisindex fiel im Juli auf 71,1 – den niedrigsten Stand seit fünf Monaten –, liegt aber weiterhin deutlich über dem Niveau vom Jahresbeginn.
Der ISM-Exportindex erreichte im Juli das höchste Niveau seit März 2022, während der Importindex auf den besten Wert seit Juni 2021 stieg.
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