Keine Angst vor dem Technologie-Boom! „Der große Pessimist“ Burry bleibt fest bei seiner negativen Einschätzung und warnt davor, dass der US-Aktienmarkt einem bedeutenden Hochpunkt näherkommen könnte.
Trotz eines erneuten Allzeithochs des S&P 500 hält der für seine erfolgreiche Prognose der Finanzkrise 2008 bekannte „Big Short“-Investor Michael Burry an seiner pessimistischen Einschätzung fest. Er warnt davor, dass die aktuellen US-Aktienmärkte sich möglicherweise einem bedeutenden Hoch nähern und schließt nicht aus, dass es in Zukunft zu einem massiven Einbruch ähnlich dem „Schwarzen Montag“ von 1987 kommen könnte.
Wie die APP von Zhichong Finance berichtet, hält Michael Burry, der aufgrund seiner erfolgreichen Vorhersage der Finanzkrise 2008 als „The Big Short“ bekannt wurde, trotz neuer Allzeithochs des S&P 500 an seiner pessimistischen Sicht fest. Er warnt, dass die US-Aktienmärkte aktuell möglicherweise einem bedeutenden Hochpunkt näherkommen und ein Einbruch ähnlich dem „Schwarzen Montag“ von 1987 in Zukunft nicht ausgeschlossen sei.
Burry erklärte am Dienstag: „Ich bin weiterhin der Meinung, dass wir einem bedeutenden Hochpunkt nahe sein könnten – ebenso ist ein Einbruch wie 1987 möglich. Allerdings sorgt das wiederholte Erreichen neuer Hochs beim S&P 500 wahrscheinlich dafür, dass neues Kapital weiterhin in den Markt fließt.“
Am Dienstag stieg der S&P 500 um 1,79 %, nachdem Unternehmensgewinne besser als erwartet ausgefallen waren, die Erwartungen an eine Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs im Hormuskanal zunahmen und die Ölpreise weiter zurückgingen. Damit erreichte der Index erstmals seit Juni ein neues Schluss-Allzeithoch. Der technologieorientierte Nasdaq Composite legte um 2,59 % zu und verzeichnete in den ersten beiden Handelstagen der Woche ein Gesamtplus von fast 5 %.
Burry zählt weiterhin zu den stärksten Skeptikern des KI-Booms an der Wall Street. Er ist der Ansicht, dass der derzeitige Investitionsbedarf für KI-Infrastruktur größtenteils von Finanzierungskonstruktionen getrieben wird, deren Nachhaltigkeit fraglich sei und nicht vollständig auf gesunden Fundamentaldaten beruhe.
Er betonte, dass die aktuelle Markt-Rally einen selbstverstärkenden Kreislauf erzeugt: Während die Volatilität sinkt, erhöhen quantitative Fonds, die sich an Volatilitätszielen orientieren, passiv ihre Aktienbestände, und weitere Momentum-Strategie-Fonds setzen zusätzlich auf Leverage – was den Markt weiter antreibt.
Burry sagte: „Man muss bedenken, dass stetig steigende Märkte bei sinkender Volatilität Volatilitätsziel-Fonds zwingen, den Leverage zu erhöhen und mehr Momentum-orientiertes Kapital in den Markt locken.“
Trotz der jüngsten Erholung der US-Aktienmärkte hält Burry mehrere Short-Positionen, darunter Shorting des Semiconductor ETF (SOXX.US), Micron Technology (MU.US), NVIDIA (NVDA.US), Caterpillar (CAT.US), Palantir (PLTR.US), Tesla (TSLA.US) und Applied Materials (AMAT.US).
Er betonte jedoch, dass er seine Positionen schließen würde, falls sich die Kursentwicklungen deutlich gegen ihn richten sollten. Momentan seien die meisten seiner Short-Positionen profitabel; nur die Position gegen NVIDIA befinde sich noch im Verlust.
Für Privatanleger mahnt Burry insbesondere zur Vorsicht: Short-Selling sei nicht für jedermann geeignet. Er sagt: „Ich muss shorten, aber die meisten Menschen sollten das nicht tun.“
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