Japanischer Yen: Gemeinsames Vorgehen bringt keine nachhaltigen Gewinne – Commerzbank
Thu Lan Nguyen von der Commerzbank argumentiert, dass die jüngste historische Intervention im USD/JPY, die durch die Beteiligung des US-Finanzministeriums unterstützt wurde, möglicherweise keine nachhaltige Erholung des japanischen Yen (JPY) sichert. Nguyen hebt die begrenzte Natur der Devisenreserven hervor, stellt die gemeldeten Euro-Verkäufe der Federal Reserve (Fed) in Frage und warnt, dass intransparente Kommunikation dazu führen könnte, dass die Märkte trotz koordinierter Maßnahmen höhere USD/JPY-Niveaus erneut testen.
Wirksamkeit gemeinsamer Devisenmarktinterventionen
"USD/JPY hat bereits einen Teil seiner Gewinne seit der historischen Intervention in der letzten Woche wieder abgegeben. So beeindruckend der Schritt auch hinsichtlich seines Ausmaßes war, gibt es gute Gründe zu bezweifeln, dass dies ausreicht, um eine nachhaltige Aufwertung des Yen auszulösen."
"Das grundlegende Problem bei der Verteidigung einer schwächelnden Währung ist, dass die Devisenreserven einer Zentralbank endlich sind. Hätte die Bank of Japan allein interveniert, hätten die Märkte gewusst, dass ihr Angebot an US-Dollar begrenzt ist. Je größer die Interventionsvolumina, desto schneller würden diese Reserven aufgebraucht sein."
"Die Lehre ist eindeutig: Selbst die Zentralbank mit dem weltweit größten Devisenpuffer war nicht in der Lage, ihre Währung unbegrenzt zu verteidigen. Der Vorteil, die Federal Reserve einzubeziehen, liegt daher auf der Hand. Anders als jede andere Institution kann sie unbegrenzt US-Dollar schaffen und diese gegen den Yen verkaufen."
"Damit der Yen seine Gewinne behält, müssen die Märkte davon überzeugt sein, dass koordinierte Interventionen der BoJ und der US-Behörden auch künftig eine Option bleiben. Finanzminister Scott Bessent hat angedeutet, dass die Vereinigten Staaten bei Bedarf erneut eingreifen würden."
"Im Gegensatz dazu tragen undurchsichtige Maßnahmen wie die gemeldeten Euro-Verkäufe der Fed wenig dazu bei, die Absichten der Fed oder der BoJ zu verdeutlichen. Vielmehr drohen sie, zusätzliche Unsicherheit zu schaffen. Vor diesem Hintergrund wäre es nicht überraschend, wenn die Märkte in naher Zukunft erneut die Obergrenze im USD/JPY testen würden."
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