Britisches Pfund: Sterling gerät laut Rabobank im Herbst unter Druck gegenüber dem Euro
Jane Foley, Senior FX Strategist bei Rabobank, analysiert die jüngere Schwäche des britischen Pfunds (GBP) gegenüber dem Euro (EUR) und verbindet dies mit geringeren Erwartungen an eine Straffung durch die Bank of England (BoE) sowie politischen Entwicklungen unter dem britischen Premierminister Burnham. Foley betont die fiskalische Flexibilität vor dem Haushaltsplan am 28. Oktober und sieht, dass die Märkte BoE-Zinserhöhungen weiterhin überbewerten. Foley bevorzugt den Kauf von EUR/GBP bei Rücksetzern und zielt auf höhere Kursniveaus ab.
Rabobank sieht Potenzial für EUR/GBP-Gewinne
"Von Ende Juni bis Anfang Juli verzeichnete das Pfund eine Rally gegenüber dem EUR. Diese kehrte sich Anfang des letzten Monats wieder um, wobei das EUR/GBP-Währungspaar in den jüngsten Sitzungen seitwärts gehandelt wurde. Da das britische Parlament nun bis Anfang September pausiert, werden von der politischen Seite nur wenige Neuigkeiten erwartet."
"Dennoch dringen einige Informationen über den bevorstehenden Haushaltsplan durch, was sowohl den Staatsanleihenmarkt als auch das GBP im Herbst auf Reibungen vorbereiten könnte."
"Obwohl der Haushaltsplan die Entwicklung des Pfunds nach dem Sommer beeinflussen dürfte, bleibt RaboResearch der Meinung, dass der Markt das Risiko von BoE-Zinserhöhungen überschätzt."
"Für das Vereinigte Königreich bepreist der Markt momentan eine geringere Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung bis Jahresende, wobei wir dies weiterhin für zu aggressiv halten."
"Eine Anpassung der Markterwartungen hin zu einer stabilen Politik der BoE in diesem Jahr, gepaart mit Unsicherheiten vor dem Oktober-Haushalt, deutet darauf hin, dass das Pfund zum Ende des Sommers unter Druck geraten könnte. Wir favorisieren den Kauf von EUR/GBP bei Rücksetzern in den Bereich von 0,8550. Ein Ausbruch über das jüngste Hoch im Bereich von 0,8588 könnte zusätzliches Aufwärtspotenzial schaffen."
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