Indische Rupie: Die RBI wird voraussichtlich die 97er-Band an den Onshore-Märkten verteidigen – Societe Generale
Kunal Kundu und Galvin Chia von Societe Generale beurteilen das Ergebnis der August-Politiksitzung der Reserve Bank of India (RBI) als neutral für die indische Rupie (INR). Sie betonen, dass es weniger Kommentare zur INR und zu den Kapitalströmen gab, erinnern jedoch an die Ansicht von Gouverneur Malhotra, dass die INR nicht unterbewertet sei. Sie erwarten, dass die RBI das Niveau von 97 Onshore verteidigen wird, weiterhin US-Dollar akkumuliert und die INR in den kommenden Wochen in einer Spanne von 94–97 hält.
USD/INR dürfte sich innerhalb der Spanne von 94–97 bewegen
"Insgesamt ist die Politikpause der RBI nachvollziehbar, doch die Kommunikation in Bezug auf die Inflation erscheint zu sorglos. Eine niedrige Kerninflation weist auf eine schwache zugrunde liegende Nachfrage und geringe Preissetzungsmacht hin, was das Risiko einer klassischen nachfragegetriebenen Inflationsspirale reduziert."
"Allerdings liegen die kurzfristigen Inflationsrisiken in Indien nicht primär in einer Übernachfrage. Es geht vielmehr um Angebotsschocks, Lücken bei landwirtschaftlichen Nutzflächen, Energievolatilität, importierte Kostendruckfaktoren und steigende Erwartungen. Indem die RBI ihre Inflationsprognose senkt und gleichzeitig El Niño sowie geopolitische Risiken anerkennt, scheint sie zu viel Vertrauen in ein günstiges Basisszenario zu setzen und zu wenig Gewicht auf die damit verbundenen Aufwärtsrisiken zu legen."
"Eine ausgewogenere Einschätzung hätte an politischer Geduld festgehalten, jedoch mit einem stärkeren Hinweis darauf, dass der Desinflationspfad weiterhin fragil und anfällig für kostengetriebene Schocks bleibt. Während der aktuelle Inflationsausblick beherrschbar erscheint, bleibt der weitere Ausblick unsicher mit einem erheblichen Risiko anhaltend höherer Inflation. Zudem ist angesichts steigender Inflationserwartungen der Haushalte das Risiko einer Entankerung der Erwartungen real. In der aktuellen Lage ist die Selbstzufriedenheit der Zentralbank besorgniserregend."
"Für den Devisenmarkt war die heutige Entscheidung neutral. Es gab weniger Kommentare zu den Bewegungen der INR und zu den Portfolioströmen als im Juni, da die fortgesetzten Portfoliozuflüsse externe makroökonomische Verwundbarkeiten weiter verringert haben. Dennoch sehen wir dies weiterhin im Kontext der Kommentare von Gouverneur Malhotra letzte Woche, dass die INR „nicht unterbewertet“ sei."
"Wir erwarten, dass die RBI das 97er-Niveau Onshore weiter verteidigt und weiterhin USD akkumuliert, während die INR aufwertet. Daraus ergibt sich unserer Einschätzung nach in den kommenden Wochen eine breite Handelsspanne von 94–97."
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