Der World Gold Council (WGC) und OCIM Metals and Mining SA (OMM) haben am Mittwoch eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, MoU) bekannt gegeben, um die Formalisierung des handwerklichen und kleinskaligen Goldabbaus (ASGM) zu unterstützen.
Diese Partnerschaft verbindet die Erfahrung des WGC in der Entwicklung von Standards, bewährten Praktiken und der Infrastruktur des Goldmarktes mit der betrieblichen Erfahrung von OMM in zentralisierten Verarbeitungsanlagen. Ziel ist es, die Bedingungen im ASGM-Sektor zu verbessern, illegale Aktivitäten zu reduzieren und Chancen zu schaffen, damit mehr legitime ASGM-Produktion in die formelle globale Lieferkette aufgenommen werden kann.
Diese Vereinbarung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Druck zur Bekämpfung des illegalen Handels, der Quecksilberverschmutzung und unsicherer Arbeitspraktiken zunimmt.
Gemeinsam planen sie die Entwicklung eines globalen Standards für ASGM-Verarbeitungsanlagen, der die Durchführung von Sorgfaltspflichten, Nachverfolgbarkeit sowie Umwelt- und Sicherheitsleistungen beinhaltet. Darüber hinaus wird dies die Gold Processing Initiative (GPI) des WGC unterstützen, die darauf abzielt, Formalisierungsmodelle in Gastgeberländern zu erproben.
Sie wollen zudem Rahmenvorgaben entwickeln, um Entscheidungsträgern, Investoren und anderen Akteuren Leitlinien für eine verantwortungsvolle Verarbeitungsinfrastruktur an die Hand zu geben, in der Hoffnung, dass durch mehr Kontrolle im upstream-Bereich weniger Schäden im Sektor entstehen.
Beide Organisationen teilen das Engagement, praktische und skalierbare Lösungen zu fördern, die Bergleute, Regierungen und die Industrie dabei unterstützen, transparentere und nachhaltigere Goldlieferketten aufzubauen.
Der Plan des WGC zur ASGM-Formalisierung konzentriert sich auf drei Aspekte: Herkunftsverifikation, zentralisierte Verarbeitungsanlagen und eine stärkere Beteiligung legitimer Käufer, um illegale Abbaupraktiken zu bekämpfen. OMM hingegen hat formalisierte Partnerschaften mit über 200 Kleinschürferbetrieben in Peru und erwartet, bis Ende dieses Jahres 1.000 kg Gold zu produzieren.
Diese Anlagen haben die Kapazität, 100.000 Tonnen pro Jahr zu produzieren, sodass sie ihren Betrieb skalieren können und dabei dennoch vollständige Nachverfolgbarkeit und bankfähige Compliance entlang der ASGM-Wertschöpfungskette gewährleisten.



