Schweizer Franken gewinnt an Wert, da US-Wirtschaftsdaten enttäuschen und Erwartungen auf Zinserhöhungen durch die Fed nachlassen
Der Schweizer Franken (CHF) gewinnt am Mittwoch gegenüber dem US-Dollar (USD) an Stärke, da schwächer als erwartete US-Konjunkturdaten den Greenback belasten und Händler die Bemühungen zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus genau verfolgen. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts wird USD/CHF bei etwa 0,8078 gehandelt, was einem Rückgang von fast 0,18 % am Tag entspricht.
Die US ADP Beschäftigungsänderung stieg im Juli um 44.000 und verfehlte damit die Erwartungen von 70.000 und verlangsamte sich gegenüber 98.000 im Juni. Unterdessen kletterte der ISM Services Purchasing Managers Index (PMI) leicht auf 54,1 von 54,0, blieb jedoch hinter der Marktprognose von 54,5 zurück.
Die Ölpreise bleiben unter Druck, da die Hoffnung wächst, dass der kommerzielle Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus bald wieder aufgenommen werden könnte. Iran und Oman haben sich auf die geografischen Koordinaten einer vorgeschlagenen Schifffahrtsroute durch die Wasserstraße verständigt. Das iranische Außenministerium teilte mit, dass eine gemeinsame Erklärung in der Endphase der Prüfung und Ausarbeitung stehe, sofern „Dritte“ nicht eingreifen.
Niedrigere durch Energie getriebene Inflationsrisiken und schwächere US-Arbeitsmarktdaten haben die Erwartungen gedämpft, dass die Federal Reserve (Fed) in diesem Jahr die Zinsen anhebt. Laut CME FedWatch Tool preisen die Märkte nun eine Wahrscheinlichkeit von rund 56 % für eine Zinserhöhung im September ein, nach 67 % am Vortag. Händler richten ihren Blick nun auf den Nonfarm Payrolls-Bericht (NFP) am Freitag, um weitere Hinweise auf die nächste geldpolitische Entscheidung der Fed zu erhalten.
Eine informierte Quelle sagte jedoch gegenüber Fars News, dass eine Einigung zwischen Iran und Oman die Straße nicht automatisch wiedereröffnen würde. Es wären nach wie vor separate Vereinbarungen erforderlich, einschließlich der Erfüllung von US-Verpflichtungen. Dadurch bleibt die Unsicherheit bestehen, und Händler könnten davor zurückschrecken, aggressive Richtungswetten einzugehen, bis eine endgültige Einigung erzielt ist.
Auf der Schweizer Seite bleibt die Inflation nahe dem unteren Ende des Preisstabilitätsbereichs von 0 % bis 2 %, den die Swiss National Bank (SNB) anstrebt. Zahlen vom Montag zeigten, dass der Verbraucherpreisindex (CPI) im Juli im Jahresvergleich um 0,4 % gestiegen ist, nach zuvor 0,5 %. Das gedämpfte Inflationsumfeld verstärkt die Erwartungen, dass die SNB ihren Leitzins bei null belassen wird.
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