Thailand: Angebotsgetriebener Druck und verlängerte Zinspause der Central Bank of Thailand – UOB
UOB Global Economics & Markets Research, angeführt von den Ökonomen Enrico Tanuwidjaja und Sathit Talaengsatya, analysiert das niedrigere CPI-Ergebnis in Thailand im Juli, das durch sinkende Kraftstoffpreise ausgelöst wurde, während die Kerninflation leicht steigt. Sie betonen, dass die Inflation weiterhin angebotsseitig geprägt ist, da der upstream PPI weiterhin hoch bleibt, und bestätigen die Prognose für den headline CPI von 2,8% im Jahr 2026 und 1,4% im Jahr 2027 sowie einen konstanten BOT-Leitzins von 1,00% bis Ende 2027.
Angebotsgetriebener CPI und politische Perspektive
„Der headline CPI für Juli sank auf +1,95% im Jahresvergleich und -0,73% im Monatsvergleich, gegenüber +2,42% im Jahresvergleich und -0,34% im Monatsvergleich im Juni und unterschritt damit die Reuters-Konsensprognose von +2,55% sowie den zuvor festgelegten monatlichen Referenzpfad der BOT. Die Kerninflation legte jedoch auf +1,34% im Jahresvergleich und +0,08% im Monatsvergleich zu und signalisiert weiterhin einen anhaltenden, wenn auch begrenzten, indirekten Kostenübertrag.“
„Der Juni-Baseline der BOT prognostiziert einen headline CPI von 2,8% im Jahr 2026 und 1,4% im Jahr 2027, sowie eine Kerninflation von jeweils 1,5% und 1,4%, da sich die angebotsseitigen Belastungen und ungünstigen Basiseffekte im nächsten Jahr abschwächen.“
„Wir halten unsere headline CPI-Prognosen von 2,8% für 2026 und 1,4% für 2027 aufrecht und erwarten, dass die BoT ihren Leitzins bis Ende 2027 bei 1,00% belässt. Die wichtigsten Einflussfaktoren bleiben Öl, THB und die Leistungsbilanz – nicht ein durch die Binnennachfrage getriebener Straffungszyklus.“
„Ein länger anhaltendes Beibehalten bietet daher die beste Balance zwischen der Wahrung der Preisstabilität und der Vermeidung einer unnötigen Straffung ohnehin fragiler finanzieller Bedingungen.“
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