Ein früher Bitcoin-Investor, der lange Zeit im Kryptowährungsmarkt inaktiv war, ist nun wieder aufgetaucht. Laut Daten der Onchain-Analyseplattform Onchain Lens hat ein „Wal“, der während der Jahre, in denen Bitcoin zwischen $10 und $15 gehandelt wurde, eine große Menge BTC angehäuft hat, nach etwa 10 Monaten seine erste Überweisung getätigt.
Den Angaben zufolge hat der betreffende Investor 50 BTC mit einem aktuellen Marktwert von etwa $3,22 Millionen an eine neue Wallet-Adresse transferiert. Nach der Überweisung begannen Marktteilnehmer über den möglichen Zweck dieses Schrittes zu spekulieren.
Onchain Lens merkte an, dass die Transaktion nicht direkt einen Verkauf darstelle, jedoch Ähnlichkeiten mit Bewegungen zeige, die in Wallets des gleichen Wals in der Vergangenheit beobachtet wurden. Laut der Analyseplattform hat der Investor zuvor seine Assets auf ähnliche Weise auf neue Adressen verschoben und einige von ihnen an institutionelle Krypto-Dienstleister wie FalconX oder zentralisierte Kryptowährungsbörsen gesendet. Daher wird die jüngste Überweisung als mögliches Zeichen für die Vorbereitung auf einen sogenannten Over-the-Counter (OTC)-Verkauf betrachtet.
Der OTC-Handel (Over-the-Counter) gilt als eine der Methoden, mit der große Mengen an Krypto-Assets am offenen Markt gekauft und verkauft werden können, ohne plötzlichen Preisdruck zu erzeugen. Institutionelle Investoren und große Wale bevorzugen speziell bei Transaktionen im Multi-Millionen-Dollar-Bereich häufig diese Methode, um Preisschwankungen zu minimieren.
Experten betonen jedoch, dass es nicht korrekt ist, aus einer einzelnen Wallet-Bewegung endgültige Schlüsse zu ziehen. Große Investoren können Assets auch aus Gründen wie Sicherheit, Aktualisierung von Verwahrungsstrategien oder Konsolidierung der Wallets auf verschiedene Adressen verschieben. Daher bedeutet eine Überweisung nicht zwangsläufig eine Vorbereitung für einen Verkauf.
