SpaceX-Aktie steigt nach Aufhebung der Beschränkungen in zwei Tagen um 23%, Optionsumsätze erreichen Rekordniveau, Short-Squeeze könnte Kurs weiter antreiben
Der Marktwert von SpaceX ist innerhalb von zwei Tagen um 327 Milliarden US-Dollar gestiegen, und der Aktienkurs nähert sich wieder dem IPO-Ausgabepreis von 135 US-Dollar. Bis Freitag, 13:50 Uhr New Yorker Zeit, belief sich das Optionsvolumen von SpaceX auf 2,24 Millionen Kontrakte, wobei das Volumen der Call-Optionen einen historischen Höchststand von 1,3 Millionen erreichte. Derzeit sind noch über 250 Millionen SpaceX-Aktien leerverkauft. Der schnelle Anstieg des Aktienkurses könnte Leerverkäufer zu Rückkäufen zwingen und den Kurs weiter nach oben treiben.
SpaceX-Aktien steigen am zweiten Handelstag in Folge stark an und sind nur noch einen Schritt davon entfernt, wieder den IPO-Ausgabepreis von 135 USD zu erreichen. Am Freitag stieg der Aktienkurs etwa um 16 %, wodurch die kumulierte Zwei-Tages-Rallye etwa 23 % beträgt und die Marktkapitalisierung in dieser Zeit um mehr als 327 Milliarden US-Dollar zulegte.
Dieser kräftige Rebound erfolgte unmittelbar nach der Freigabe der ersten großvolumigen beschränkten Aktien. Am Donnerstag wurden etwa 911,5 Millionen SpaceX-Aktien von Verkaufsbeschränkungen befreit, sodass die Anzahl der frei handelbaren Aktien von etwa 639 Millionen auf 1,55 Milliarden stieg. Der Markt hatte zuvor befürchtet, dass frühe Investoren konzentriert verkaufen würden und so erheblichen Verkaufsdruck ausüben könnten, doch das Gegenteil trat ein.
Die schnelle Erholung des SpaceX-Aktienkurses setzt Investoren, die zuvor auf fallende Kurse gesetzt haben, stark unter Druck. Derzeit sind noch mehr als 250 Millionen SpaceX-Aktien leer verkauft, was etwa 16 % der aktuell handelbaren Aktien entspricht. Sollte sich der Kurs schnell erhöhen, könnten Shortseller gezwungen sein, ihre Positionen zu schließen, was den Kurs weiter nach oben treiben könnte.
Indessen zeigt auch der Optionsmarkt von SpaceX eine ungewöhnliche Aktivität. Bis Freitag um 13:50 Uhr New Yorker Zeit lag das Handelsvolumen bei SpaceX-Optionen bei 2,24 Millionen Kontrakten, davon entfielen 1,3 Millionen Kontrakte auf Call-Optionen – ein historischer Rekord, was zeigt, dass Kapitalströme zurückkehren.
Doch der rasche Kursanstieg bedeutet nicht, dass die Sorgen des Marktes über die hohe Bewertung von SpaceX verschwunden sind. Mit der fortschreitenden Verarbeitung des Angebots-Schocks durch die Freigabe müssen Investoren weiterhin eine zentrale Frage beantworten: Wird der Markt bereit sein, hohe Bewertungen zu zahlen, bevor SpaceX sein Potenzial in den Bereichen KI, Satelliteninternet und Raumfahrt voll ausschöpft?

Freigabe führt zu Kursanstieg: SpaceX Marktkapitalisierung wächst um 327 Milliarden USD in zwei Tagen
SpaceX hatte zuvor eine heftige Korrektur erlebt.
Nach dem Börsengang stieg der Kurs zunächst rasch auf ein Allzeithoch, wobei anschließend über 1 Billion USD an Marktkapitalisierung verloren gingen. Am Mittwoch, nach Veröffentlichung des ersten öffentlichen Ergebnisberichts seit dem IPO, fiel die Aktie an einem Tag um 14 %, hauptsächlich wegen über den Erwartungen liegenden Ausgaben im Bereich KI.
Doch nur zwei Handelstage später kehrte die Marktstimmung deutlich um.
Am Freitag stieg der SpaceX-Aktienkurs um etwa 16 %. Der kumulierte Kursanstieg von zwei Tagen beträgt etwa 23 %, wodurch der Kurs wieder bis nahe an den IPO-Preis von 135 USD heranreicht. Am Freitag schloss SpaceX bei 128,18 USD.
Bemerkenswert ist, dass die Rallye gerade nach dem Ereignis stattfand, das dem Markt am meisten Sorgen bereitete – der Freigabe der beschränkten Aktien.
Am Donnerstag gelangten etwa 911,5 Millionen zuvor beschränkte Aktien in den Markt, sodass die Anzahl der handelbaren SpaceX-Aktien von 639 Millionen auf 1,55 Milliarden stieg. Der Anteil der frei handelbaren Aktien verdoppelte sich damit.
Nach den bisherigen Marktbefürchtungen könnte das große Volumen neuer Aktien einen massiven potenziellen Verkaufsdruck erzeugen. Tatsächlich wurde die Freigabe jedoch zum Ausgangspunkt für die Kursrallye.
Shortseller geraten in Bedrängnis: Über 250 Millionen Aktien weiterhin leer verkauft
Die schnelle Kursrallye von SpaceX setzt Investoren, die auf fallende Kurse gesetzt haben, stark unter Druck.
Nach Daten von S3 Partners hatten Shortseller vor dem aktuellen Aufschwung kumuliert einen Buchgewinn von über 9 Milliarden USD erzielt.
Laut den neuesten Daten sind immer noch mehr als 250 Millionen SpaceX-Aktien leer verkauft, was etwa 16 % der aktuell handelbaren Aktien entspricht. Dieser Anteil war zuvor noch höher.
Vor der Freigabe von 911,5 Millionen Aktien lag das Leerverkaufsverhältnis bei über 36 % der handelbaren Aktien. Mit dem Zustrom vieler neuer Aktien sank das Short-Verhältnis rasch.
Matt Maley, Chief Market Strategist bei Miller Tabak, sagt, dass vor und nach der Freigabe sicherlich einige negative Positionen abgebaut werden mussten.
Das bedeutet, dass die Rallye neben neuen Kaufinteressen auch deutlich durch Short-Covering getrieben worden sein könnte.
Bei beliebten Aktien mit hohem Short-Anteil, kann ein Kursanstieg – entgegen der Erwartungen der Shortseller – dazu führen, dass diese gezwungen sind, Positionen zu decken, was einen „Aufwärts–Covering–weiterer Aufwärtsbewegung“-positiven Rückkopplungseffekt erzeugen kann.
Optionsvolumen auf Rekordniveau: Aufwärtstrend wird gejagt
Auch abseits des Kassa-Marktes zeigt sich beim SpaceX-Optionsmarkt ein deutliches spekulatives Interesse.
Laut Börsendaten, die von Bloomberg zusammengestellt wurden, lag das Optionsvolumen bei SpaceX bis Freitag, 13:50 Uhr New Yorker Zeit, bei 2,24 Millionen Kontrakten.
Davon entfielen 1,3 Millionen auf Call-Optionen – ein historischer Höchstwert; das Volumen der Put-Optionen lag bei etwa 943.000.
Auch einzelne Kontrakte wurden besonders stark gehandelt. Die Call-Option mit Verfall am 14. August 2026 und einem Ausübungspreis von 320 USD handelte 64.857 Mal, während am Donnerstag nur 17.702 offene Kontrakte bestanden.
Außerdem wurde die Put-Option mit Verfall am 7. August 2026 und einem Ausübungspreis von 125 USD 27.866 Mal gehandelt, mit 6.314 offenen Positionen; die Call-Option mit Verfall am 7. August 2026 und Ausübungspreis von 120 USD wurde 20.747 Mal gehandelt, mit 26.724 offenen Positionen.
Die explosionsartige Zunahme von Optionsgeschäften, insbesondere die Rekordvolumina bei Call-Optionen, zeigt, dass einige Anleger weiterhin auf einen Kursanstieg von SpaceX setzen.
Gleichzeitig fiel die implizierte 3-Monats-Volatilität von SpaceX um 1,55 Prozentpunkte auf 77,37 %, und das 3-Monats 90/110-Skew sank um 1,29 Prozentpunkte auf -0,15 Prozentpunkte.
Das zeigt, dass der Optionsmarkt im Zuge der raschen Kursrallye auch die Bewertung der Tail-Risiken etwas zurückgenommen hat.
Wall Street bleibt bullish, doch die Bewertungsdebatte bleibt bestehen
Obwohl die Freigabe vorher als großes Risiko für den SpaceX-Aktienkurs angesehen wurde, bedeutet das Ende der Verkaufsbeschränkung nicht, dass Frühinvestoren sofort Aktien verkaufen müssen.
Das erklärt auch, warum die aktuelle Marktentwicklung deutlich von den vorherigen pessimistischen Erwartungen abweicht.
Gleichzeitig bleibt Wall Street insgesamt sehr optimistisch gegenüber SpaceX.
Argus Research erhöhte am Freitag das Rating für SpaceX von „Halten“ auf „Kaufen“, unter Verweis darauf, dass Investitionen in KI-Infrastruktur eine „schnelle Rendite“ erzielen könnten.
Laut von Bloomberg gesammelten Daten geben derzeit fast 80 % der Analysten, die SpaceX abdecken, eine „Kaufen“-Empfehlung ab, wobei das durchschnittliche Kursziel bei etwa 221 USD liegt.
Trotz der optimistischen Prognosen bleibt die Bewertung von SpaceX das Thema, das der Markt nicht ignorieren kann.
Matt Maley von Miller Tabak betont, dass, sobald die Auswirkungen des Handels durch die Freigabe abklingen, Investoren entscheiden müssen, ob sie bereit sind, für ein Unternehmen, das Jahre brauchen könnte, um sein Potenzial vollständig zu realisieren, einen so hohen Preis zu bezahlen.
Mit anderen Worten: Die Rallye zeigt vielmehr die Rückkehr der Markt-Risikobereitschaft und bedeutet nicht, dass das Bewertungsproblem von SpaceX langfristig gelöst ist.
KI & Raumfahrt: Sie bestimmen, ob die Rallye weitergeht
Die aktuelle Bewertungslogik von SpaceX beschränkt sich nicht mehr nur auf das klassische Raumfahrtgeschäft.
Das Unternehmen baut gleichzeitig auf Raketenstarts, Satelliteninternet und KI-Infrastruktur. Besonders die KI-Investitionen stehen im Fokus des Kapitalmarkts – sie sind aber auch der Hauptgrund für die unerwartet hohen Ausgaben im jüngsten Geschäftsbericht.
Ob der SpaceX-Aktienkurs weiter steigen kann, hängt daher nicht nur vom Wachstum bestehender Geschäftsbereiche wie Starlink ab, sondern auch davon, ob der Markt für KI-Investitionen konkrete Rendite erwartet.
Die Freigabe, die eigentlich Verkaufsdruck hätte auslösen können, wurde inzwischen vom Markt schnell verarbeitet, und Short-Covering sowie das steigende Call-Optionsvolumen verstärken den Aufwärtstrend.
Doch sobald kurzfristige Handelsfaktoren zurücktreten, bleibt die grundlegende Frage: Kann SpaceX durch Geschäftswachstum in den nächsten Jahren die aktuell sehr hohen Markterwartungen erfüllen?
Ist die Antwort ja, dann könnte 135 USD nur der Ausgangspunkt für die nächste Aufwärtsbewegung sein; falls KI- und Raumfahrtgeschäft nicht so schnell wie erwartet umgesetzt werden, könnte die durch Short-Covering und Optionskapital ausgelöste Rallye zu neuer Volatilität führen.
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