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Nvidia (NVDA.US) erhält von der Wall Street Finanzierungszusagen in Höhe von 500 Milliarden US-Dollar, Bedenken wegen „Kreislauffinanzierung“ im AI-Sektor kommen erneut auf

Nvidia (NVDA.US) erhält von der Wall Street Finanzierungszusagen in Höhe von 500 Milliarden US-Dollar, Bedenken wegen „Kreislauffinanzierung“ im AI-Sektor kommen erneut auf

智通财经智通财经2026/08/10 23:41
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Von:智通财经

Nvidia erhält eine Finanzierungszusage in Höhe von 500 Milliarden US-Dollar von der Wall Street, der Markt äußert jedoch Bedenken hinsichtlich des Problems der Umlauffinanzierung.

Wie von Smart Finance APP berichtet, hat Nvidia (NVDA.US) am Montag bekannt gegeben, dass es mit sechs Finanzriesen — Apollo Global Management, BlackRock, Blackstone, Brookfield Asset Management, Goldman Sachs und KKR — eine Absichtserklärung zur Einrichtung einer unabhängigen Plattform für Rechenleistungsfinanzierung unterzeichnet hat. Ziel ist es, langfristig über 500 Milliarden US-Dollar an Drittmittelkapital für den Aufbau von KI-Infrastruktur zu mobilisieren. Nvidia-Gründer und CEO Jensen Huang sagte im gemeinsamen Interview: „Dies ist in der Tat das erste Mal, dass Technologiemikrochips zu einer investierbaren Assetklasse werden.“

Kernlogik der Finanzierungsplattform: Macht GPUs zu „digitalen Immobilien“

Nvidia versucht, GPUs und Rechenzentrumsinfrastruktur mit Gewerbeimmobilien, mautpflichtigen Autobahnen oder anderen zu beleihenden Infrastrukturvermögenswerten zu vergleichen. Der Grundgedanke dahinter: Da Nvidia-Hardware weithin verwendet wird und zwischen den Kunden transferierbar ist, können Kreditgeber zuverlässig Rechenleistung als Vermögenswert mit langfristiger Ertragskraft versichern.

Die Kerninnovation dieses Plans liegt darin, GPUs und Rechenzentren als langfristig einkommensgenerierende Infrastrukturvermögenswerte und nicht als schnell abwertende Hardware neu zu definieren. Jensen Huang erläuterte diese Idee im Interview: „Im Grunde liegt der Unterschied in der Branche darin, dass Computer jetzt als Teil der Infrastruktur betrachtet werden — wie Strom, wie das Internet — und deshalb muss man sie auch als Infrastruktur behandeln.“

Gemäß der Vereinbarung werden die sechs Finanzinstitute für Nvidia-Kunden „substanzielle, exklusive Kapitalpools“ schaffen, die zu „sehr attraktiven Zinssätzen“ Finanzierungen bieten. Diese Mittel richten sich an Hyperscale-Cloud-Anbieter, fortschrittliche KI-Labore und Unternehmen, um Rechenzentren zu bauen und Nvidia-Hardware zu erwerben. Apollo-Präsident Jim Zelter erklärte: „Moderne Rechenkapazität ist eine knappe, für Kernaufgaben benötigte Vermögensklasse mit attraktiven Investmentmerkmalen.“ BlackRock-Vorsitzender und CEO Larry Fink sagte, dass der Aufbau von KI-Infrastruktur „attraktive langfristige Investmentmöglichkeiten schaffen wird“.

Die Finanzierungsstruktur basiert hauptsächlich auf Schulden, sämtliche Mittel stammen von Drittmittelkapital. Nvidia agiert als „Vermittler“ und nicht als „Investor“ — das Unternehmen hilft seinen Kunden, Kapital zu erhalten und stellt gleichzeitig sicher, dass diese Gelder letztlich zum Erwerb von Nvidia-Chips führen. Goldman Sachs-CEO David Solomon betonte, dass die Kapitalmärkte signalisieren, „dass reichlich Mittel für diese Bauvorhaben verfügbar sind“.

Die Prämisse dieser Logik ist, dass Chips nicht mehr als schnell abwertende Hardware betrachtet werden, sondern als „Produktionsvermögenswerte“ mit langfristigem Wert. Der Einstieg der sechs Finanzriesen bedeutet, dass diese Erzählung von der Wall Street unterstützt wird — Apollo verwaltet 1,05 Billionen US-Dollar, Blackstone mehr als 1,3 Billionen US-Dollar, Brookfield über 1 Billion US-Dollar. BlackRock-CEO Larry Fink kommentierte, diese Partnerschaft „verbinde Nvidias Führungsposition im Bereich beschleunigtes Rechnen mit BlackRocks Fähigkeit, langfristiges Kapital auf kritische Infrastruktur zu lenken“. Goldman Sachs-CEO David Solomon bezeichnete den Moment als einen wichtigen Meilenstein im „historischen KI-Investitionszyklus“.

Vom „Star Gate“ zu 500 Milliarden: Die Evolution Nvidias zum „Generalunternehmer“

Das 500-Milliarden-Dollar-Finanzierungsprojekt ist kein isoliertes Ereignis, sondern ein zwingendes Ergebnis von Nvidias Entwicklung vom Chiplieferanten zum umfassenden „Generalunternehmer“ für KI-Infrastruktur.

Schon im Januar 2025 veröffentlichten die Trump-Regierung ihr „Star Gate“-Projekt — angeführt von OpenAI und SoftBank, mit Investitionen von 500 Milliarden US-Dollar in den Bau von KI-Infrastruktur über vier Jahre. Nvidia, als zentraler Chiplieferant, begann daraufhin mit dem Aufbau umfassender Finanzierungsnetzwerke.

Seit Jahresbeginn hat Nvidia eine Reihe von riesigen Transaktionen vorangetrieben: Sie schlossen mit der südkoreanischen SK Group eine Partnerschaft im Wert von über 500 Milliarden US-Dollar für KI-Infrastruktur; diskutierten mit OpenAI über die Bereitstellung von bis zu 250 Milliarden US-Dollar Finanzierungsgarantien für Rechenzentrumsmiete, gleichzeitig auch über Finanzierungen im Wert von 350 Milliarden US-Dollar für den Chipkauf; investierten je 2 Milliarden US-Dollar in CoreWeave und Nebius; und tätigten „beträchtliche“ Investitionen in das KI-Startup Safe Superintelligence. Microsoft ist sowohl Investor als auch am Umsatz beteiligt bei OpenAI, Amazon und Google haben hohe Summen in Anthropic investiert, und Anthropic hat zugesagt, große Mittel zurück in AWS und Google Cloud zu führen.

Vom „Star Gate“ bis zum 500-Milliarden-Finanzierungsplan baut Nvidia ein umfassendes KI-Infrastrukturimperium, das Chipverkauf, Projektfinanzierung, Beteiligungsinvestitionen und Schuldengarantie abdeckt.

Kontroverse um „Zirkuläre Geschäfte“: 750 Milliarden zwischen „linker und rechter Hand“?

Allerdings hängt der Kursrückgang der Nvidia-Aktie nach Bekanntwerden des Finanzierungsplans eng mit der anhaltenden Sorge am Markt über sogenannte „zirkuläre Geschäfte“ zusammen. Nvidias Finanzierungskonstrukt sieht sich einer immer schärferen Frage gegenüber: Wie viel echte Endkundennachfrage existiert, wenn der Anbieter zugleich Investor und Garant des Kunden ist?

Kritiker warnen, dass solche Transaktionen die Nachfrage und Bewertung der gesamten KI-Branche künstlich in die Höhe treiben. Der Kernmechanismus: Nvidia investiert oder gewährt Finanzierungsgarantien für KI-Firmen (wie OpenAI, Anthropic), das Geld wird dann zum Kauf von Nvidia-GPUs verwendet und ergibt einen Kapitalkreislauf, der scheinbare natürliche Nachfrage und einen kräftigen Umsatzfluss erzeugt.

Diese Kette ist komplexer als es scheint. Nvidia investiert in Grundlagen-KI-Unternehmen wie OpenAI und Anthropic, welche zugleich die größten Kunden von Nvidia sind. Das Kapitalkonstrukt reicht sogar zu Cloud-Anbietern wie Oracle — Oracle ist Kunde von Nvidia-Chips, OpenAI ist Kunde von Oracle-Computing und Nvidia wiederum Investor bei OpenAI. Das gleiche Geld wird im gleichen Ökosystem mehrfach verbucht, wodurch eine illusionäre, mehrfach verstärkte Nachfrage entsteht.

Jim Cramer warnt unverblümt: „Ich habe das Jahr 2000 erlebt, ich will keine Wiederholung.“ Der „Big Short“-Investor Michael Burry warnt zudem, dass Nvidias „übermäßige Expansion“ zirkuläre Ausgaben auf „biblische Dimensionen“ treibt.

Die Kreditmärkte haben bereits die erste Vertrauenskarte gezogen. Die Kosten für den fünfjährigen Nvidia-Schuldenschutz stiegen kurzfristig so stark wie nie zuvor, seit die Verträge im November 2025 gehandelt werden.

Echo der Geschichte: Die Warnung aus der Internet-Blase

Der aktuelle KI-Boom hat eine zentrale Gemeinsamkeit mit der Internet-Blase um 2000: Zirkuläre Geschäfte treiben Infrastrukturnachfrage an. In den 90er Jahren waren es Glasfaserkabel, heute GPUs und die Kapazität von Rechenzentren.

Das Platzen der Internet-Blase vernichtete einen Börsenwert von 5 Billionen US-Dollar. Amazon brauchte acht Jahre, um seinen Höchststand von vor dem Crash wieder zu erreichen, Cisco sogar 25 Jahre. Heute ist der entscheidende Unterschied die Größe der Akteure und das Ausmaß der systematischen Integration — Tech-Giganten wie Amazon, Microsoft, Google und Apple sind fest in die globale Wirtschaft eingebettet, ihre Aktien werden weit verbreitet in 401(k)-Rentenplänen und Indexfonds gehalten. Ein systemischer Rückschlag hätte deshalb Folgen, die weit über die Finanzkrise von 2008 hinausgehen könnten.

Ende der 90er Jahre verliehen Unternehmen wie Northern Telecom, Lucent und Cisco in großem Umfang an Start-ups, damit diese Router und optische Übertragungsgeräte aus eigener Herstellung kauften. Vor dem Platzen der Blase im Jahr 2001 überstieg das von den fünf großen Telekomunternehmen zur Verfügung gestellte Finanzierungsvolumen 123% ihres gesamten Nettogewinns. Die Bespoke Investment Group äußert dieselben Bedenken wie damals: „Die gesamte KI-Branche scheint sich selbst zu versorgen. Wenn Nvidia nur wachsen kann, indem es Geld bereitstellt und dieses in Umsatz umwandelt, ist fraglich, ob dieses Ökosystem nachhaltig ist.“

Nvidia verfolgt allerdings eine völlig andere Strategie als Cisco. Cisco verkaufte während der Internet-Blase „einfach nur Geräte“, während Nvidia sich über die Finanzierungsplattform ins Zentrum der KI-Kapitalströme stellt — als „Schaufelverkäufer“, „Kreditgeber“ und „Investor“ zugleich. Diese dreifache Rolle ermöglicht maximale Gewinne in der Aufschwungphase, bedeutet aber auch das größte Risiko im Abschwung.

Wenn die Nachfrage nach KI-Produkten plötzlich nachlässt oder sich die Profitabilität später als von Investoren erwartet einstellt, könnte die anschließende Anpassung wirtschaftliche Schockwellen nach sich ziehen. Derzeit wettet die gesamte Branche auf das „ultimative Glücksspiel“, dass die potenzielle Nützlichkeit von KI letztlich die astronomischen Bewertungen und die beispiellose Infrastruktur bestätigt, die diese stützen.

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