Vor der Ankündigung der Ausweitung von US-Staatsanleihen-Rückkäufen erhöhten Vermögensverwaltungsunternehmen ihre Long-Positionen in fünf- und zehnjährigen Anleihefutures.
Laut Daten der US Commodity Futures Trading Commission (CFTC) haben Vermögensverwaltungsunternehmen ihre Nettolong-Positionen in bestimmten US-Staatsanleihen-Futures erhöht, während Spekulanten ihre Engagements vor der überraschenden Ankündigung des US-Finanzministeriums zum Ausbau der Rückkaufaktion für längerfristige US-Staatsanleihen reduziert haben.
Die CFTC-Daten für die Woche bis zum 18. August zeigen, dass Vermögensverwaltungsunternehmen ihre Nettolong-Positionen in 5-jährigen und 10-jährigen US-Staatsanleihen-Futures erhöht haben. Bei den 10-jährigen US-Staatsanleihen-Futures stiegen die Nettolong-Positionen um etwa 31.000 Kontrakte und bei den 5-jährigen um etwa 43.000 Kontrakte.
Allerdings verringerten Vermögensverwaltungsunternehmen ihre Nettolong-Positionen in 2-jährigen US-Staatsanleihen-Futures um etwa 60.000 Kontrakte, sodass sich die Veränderungen nicht über alle Laufzeiten hinweg durchgehend als Erhöhungen zeigen.
Im Vergleich zu den Positionsveränderungen der Vermögensverwaltungsunternehmen haben Hebelfonds und andere spekulative Investoren ihre Netto-Positionen in einigen langfristigen US-Staatsanleihen-Futures weiter auf Short-Positionen ausgebaut.
Insgesamt kam es am US-Staatsanleihenmarkt bereits vor der Ankündigung des Finanzministeriums zur Erweiterung der Rückkäufe zu einer Positionsdifferenzierung mit Long-Positionen von Langfristinvestoren in bestimmten langlaufenden Kontrakten und tendenziell bärischen Positionierungen von spekulativen Anlegern.
Das US-Finanzministerium kündigte am 19. August an, das Volumen der Liquiditätsrückkäufe für nominale Staatsanleihen mit Laufzeiten von 10 bis 30 Jahren mindestens zu verdoppeln. Das maximale Volumen pro Rückkauf wird von 2 Milliarden auf mindestens 4 Milliarden US-Dollar erhöht. Die Maßnahme ist für den Zeitraum vom 9. September bis 4. November geplant.
Hintergrund der überraschenden Ausweitung der Rückkäufe durch das Finanzministerium ist der anhaltende Anstieg der Renditen langlaufender US-Staatsanleihen. Vor dem 19. August stieg die Rendite der 30-jährigen US-Staatsanleihe zeitweise auf 5,34% – den höchsten Stand seit 2007. Nach der Ankündigung des Finanzministeriums zur Erweiterung der Rückkäufe fielen die Langfristrenditen zunächst deutlich, stiegen anschließend jedoch wieder an, was auf anhaltende Zweifel am nachhaltigen Effekt der Rückkäufe zur Entlastung des US-Anleihemarktes hindeutet.


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