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Vor der Rede in Jackson Hole fordern Wall-Street-Institutionen geschlossen: Es muss ein klares Signal gegen die Inflation gesendet werden

Vor der Rede in Jackson Hole fordern Wall-Street-Institutionen geschlossen: Es muss ein klares Signal gegen die Inflation gesendet werden

智通财经智通财经2026/08/28 02:56
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Von:智通财经

Mehrere Wall-Street-Institutionen fordern einstimmig: Walsh muss in seiner Rede ein klares Bekenntnis der Federal Reserve zum entschlossenen Kampf gegen die Inflation zeigen.

Das APP von Wise Finance hat erfahren, dass der Vorsitzende der Federal Reserve, Kevin Walsh, diesen Freitag auf der globalen Zentralbank-Jahrestagung in Jackson Hole eine Hauptrede halten wird. Angesichts der weiterhin hohen Renditen von US-Staatsanleihen und einer fünf Jahre andauernden Inflation über dem 2%-Ziel fordern zahlreiche Wall-Street-Institutionen wie JPMorgan, Apollo Global Management und Morgan Stanley einstimmig: Walsh muss in dieser Rede eindeutig das entschlossene Engagement der Federal Reserve im Kampf gegen die Inflation zeigen.

Marktlogik: Klare Anti-Inflationshaltung kann langfristige Renditen senken

Investoren gehen allgemein davon aus, dass eine klare Positionierung von Walsh für Preisstabilität in seiner Rede am Freitag einen Kaufrausch bei 30-jährigen US-Staatsanleihen auslösen und somit die langfristigen Renditen drücken könnte. Letzte Woche stieg die Rendite der 30-jährigen US-Staatsanleihe zeitweise auf 5,34 %, den höchsten Stand seit 2007.

Diese Maßnahme würde auch US-Finanzminister Scott Besant unterstützen. Besant hat zuvor verschiedene Maßnahmen ergriffen, darunter den Rückkauf von Langfristanleihen, um den Verkauf von langfristigen Anleihen einzudämmen und die ständig steigende Zinslast der USA zu mildern. Dennoch blieb die Rendite der 30-jährigen US-Staatsanleihe trotz Interventionen des Finanzministeriums in den letzten zwei Monaten stets über der 5%-Marke. Die hohen Kreditkosten belasten den US-Immobilienmarkt, Private-Equity-Unternehmen und kleine Betriebe.

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Seit der Zinssitzung im Juli hat Walshs unklare Kommunikationsweise die Investoren stark verwirrt und Zweifel an der Entschlossenheit der Federal Reserve, die Preise zu kontrollieren, aufkommen lassen. In der Pressekonferenz nach der Juli-Sitzung weigerte sich Walsh, zu erklären, wie die Entscheidungsträger auf verschiedene Wirtschaftsszenarien reagieren würden; einige Äußerungen wurden von Marktteilnehmern sogar als möglicher Hinweis auf eine Inflationszielanpassung im Januar nächsten Jahres interpretiert, was unmittelbar zum Verkauf langfristiger Anleihen führte.

Priya Misra, Portfoliomanagerin bei JPMorgan Investment Management, erklärte, wenn Walsh die Gelegenheit dieser Rede nutzen könnte, um klarzustellen, dass der Kampf gegen Inflation oberste Priorität hat, „wird die Marktsorge um die Glaubwürdigkeit der Federal Reserve nachlassen“. Misra betont, dass eine harte Haltung Walshs gegen die hohe Inflation die Risikoprämien senkt.

Vishal Kandudja, Leiter für Fixed Income Markets bei Morgan Stanley Investment Management, sagte ebenfalls: „Wenn die Federal Reserve sich auf die Inflation konzentriert, sollte die Risikoprämie deutlich sinken, denn jetzt wird die Glaubwürdigkeit der Federal Reserve deutlich gestärkt.“ Die Risikoprämie misst die zusätzliche Entschädigung, die Investoren für das Halten langfristiger US-Staatsanleihen verlangen. Ein vom New Yorker Fed verfolgter Risikoprämien-Indikator nähert sich dem höchsten Wert seit 2014.

Gemeinsamer Appell der Institutionen: Walsh muss einen klaren Rahmen bieten

Jay Barry, Leiter der globalen Anleiheratenstrategie bei JPMorgan, sagte, dass eine Rücknahme einiger unscharfer Aussagen durch Walsh am Freitag „wahrscheinlich zu einer Abflachung der US-Anleihenrenditekurve führen wird“. Diese Situation tritt ein, wenn die kurzfristigen Zinsen schneller steigen als die langfristigen Zinsen.

Torsten Slok, Chefökonom von Apollo Global Management, betonte, dass Walsh „eine klarere Position einnehmen muss als bei der Juli-Pressekonferenz“. Slok unterstrich, dass Walsh nicht im Voraus den nächsten Zinsschritt der Federal Reserve offenlegen müsse, jedoch zum aktuellen Inflationsumfeld und zur Lage am Arbeitsmarkt Stellung nehmen sollte, um die Prioritäten der Geldpolitik zu verdeutlichen. Slok warnte: „Wenn er keinen Rahmen vorgibt, besteht das Risiko deutlich steigender langfristiger Zinsen.“

Slok ergänzte, dass die Anleihenrenditekurve mehreren Aufwärtsrisiken ausgesetzt ist: Die Langfristseite leidet unter der historischen Schuldenlast von über 40 Billionen Dollar; die Kurzfristseite bleibt wegen hartnäckiger Inflation hoch; die Mittelfristseite steht durch Großverschuldung der KI-Giganten unter Druck. Er erklärte: „Die gesamte Renditekurve läuft Gefahr, weiter zu steigen.“

Die Rede von Walsh gibt dem Markt auch einen Einblick ins makroökonomische Umfeld – nächste Woche wird der Arbeitsmarktbericht für August veröffentlicht und die Verbraucherpreisindexdaten erscheinen wenige Tage vor der nächsten Federal Reserve-Entscheidung am 16. September. Derzeit zeigen die Federal Funds Futures eine etwa 35%ige Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte im nächsten Monat.

Kevin Flanagan, Leiter der Investmentstrategie bei WisdomTree, betonte: „Letzten Endes ist der endgültige Entscheidungsfaktor weiterhin die Datenlage, und darauf wird sich der Markt nach Walshs Rede fokussieren. Die zweijährige Anleihenrendite liegt weiterhin über dem Leitzins der Federal Reserve – das spiegelt die Unsicherheitsprämie um Walsh wider und zeigt, dass selbst nach den abgeschwächten Arbeitsmarkt- und Inflationsdaten im Juli das Risiko einer Zinserhöhung nicht vollständig ausgeschlossen wird.“

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