Die Eskalation der Lage im Nahen Osten treibt die asiatischen LNG-Spotpreise auf den höchsten Stand seit Dezember 2022.
Die Spannungen im Nahen Osten haben sich abrupt verschärft, und das Risiko eines Versorgungsausfalls in der Straße von Hormuz hat den asiatischen LNG-Markt erschüttert: Die Spotpreise sind auf ein über dreijähriges Hoch gestiegen und haben sich im Vergleich zur Zeit vor dem Konflikt verdoppelt. Die hohen Preise haben Pakistan gezwungen, einen Notkauf abzusagen, wodurch die Stromknappheit verschärft wurde. Asien steht nun vor der doppelten Herausforderung steigender Energiekosten und wirtschaftlicher Stabilität.
Die angespannte Lage im Nahen Osten verschärft sich erneut, die Spotpreise für verflüssigtes Erdgas (LNG) in Asien steigen auf den höchsten Stand seit über drei Jahren. Die Risiko einer Unterbrechung der Versorgung durch die Straße von Hormus löst breite Marktbesorgnis aus.
Laut Händlerinformationen stieg der Spotpreis für LNG in Asien am Mittwochabend auf 25,908 US-Dollar pro Million British Thermal Units und erreichte damit den höchsten Wert seit Dezember 2022. Der Anstieg in dieser Woche beträgt über 5 %, der Preis hat sich im Vergleich zum Vorkriegsniveau mehr als verdoppelt. Laut CCTV News erklärte Trump, dass der militärische Angriff auf Iran möglicherweise nur von kurzer Dauer sei, warnte aber gleichzeitig: „Wir sind jederzeit bereit, erneut zu handeln.“
Der rasche Preisanstieg wirkt sich bereits auf die asiatischen Verbraucher aus. Pakistan hat aufgrund zu hoher Angebote eine Notbeschaffung storniert, und die Stromknappheit verschlechtert sich weiter.
Konflikt zwischen USA und Iran verschärft sich, Sorge um Marktversorgung wächst
Die feindlichen Handlungen zwischen den USA und Iran eskalieren erneut und beenden die relative Ruhe im Nahen Osten der vergangenen Wochen. Diese Entwicklung treibt die aktuelle LNG-Preisrally direkt an.
Trump erklärte, die gegen Iran gerichtete militärische Aktion könne von kurzer Dauer sein, ließ aber in der Formulierung Raum für Härte. Diese Äußerungen halten die Befürchtungen einer weiteren Ausweitung des Konflikts am Leben und stellen eine dauerhafte Bedrohung für die Energieversorgung über die Straße von Hormus dar.
Laut Bloomberg wurden vor Ausbruch des Konflikts etwa ein Fünftel des weltweiten LNG-Angebots über die Straße von Hormus transportiert. Sollte diese strategische Wasserstraße gestört werden, wären die Auswirkungen auf den globalen Gashandel kaum abzuschätzen.
Preise verdoppelt, Asiens Nachfrageseite unter Druck
Die aktuelle Preiserhöhung hat die Energieetats einiger asiatischer Volkswirtschaften deutlich belastet. Die Spotpreise für LNG haben sich im Vergleich zum Vorkriegsniveau mehr als verdoppelt, was den Kostendruck für Länder und Unternehmen, die auf Spotkäufe angewiesen sind, erheblich erhöht.
Laut Bloomberg befindet sich Pakistan in einer schwierigen Lage. Das Land sah sich gezwungen, eine Not-LNG-Beschaffung auszusetzen, da die erhaltenen Angebote zu teuer waren, was die Stromknappheit weiter verschärft.
Die Auswirkungen höherer Energiepreise werden schrittweise an die Endverbraucher weitergegeben. Analysten weisen darauf hin, dass steigende LNG-Preise die Wasser-, Strom- und Gasrechnung der Verbraucher weiter erhöhen könnten, während sich die Länder aktuell sowohl mit den Versorgungsschwierigkeiten wegen der Nahostkonflikte als auch mit dem Ukrainekrieg auseinandersetzen müssen.
Laut Bloomberg stellen die stetig steigenden LNG-Kosten für asiatische Schwellenländer mit begrenztem finanziellem Spielraum und hoher Energieabhängigkeit vom Ausland sowohl eine Belastung für die Bevölkerung als auch ein potenzielles Risiko für die makroökonomische Stabilität dar.
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