Noah Holdings: Der strukturelle Druck auf US-Staatsanleihen nimmt zu – Übergewichtung von Gold und harten Währungen als institutionelle Absicherung
Bezüglich der jüngsten Entwicklung der US-Staatsanleihen teilte Chen Kuncai, Chefredakteur im CIO-Büro von Noah Holdings, mit, dass sich der strukturelle Druck auf US-Staatsanleihen aufbaut und das sogenannte Tail-Risk zunimmt. Das Unternehmen übergewichtet Gold und Hartwährungen als systemische Absicherung, untergewichtet ultralanglaufende US-Staatsanleihen und vermeidet das Fristprämienrisiko, das durch die fiskalische Dominanz entsteht. Gleichzeitig ist man optimistisch gegenüber hochwertigen Aktien mit realen Cashflows und Preissetzungsmacht sowie gegenüber Realwerten wie Energie, Infrastruktur und physischer KI-Infrastruktur.
Chen Kuncai erklärte, dass der Begriff „US-Anleihen-Crash“ eine emotionale Aussage ist. Aus Sicht der Asset Allokation müssen drei verschiedene Szenarien unterschieden werden: Erstens ein struktureller Anstieg der Renditen und steigende Laufzeitprämien, was eine langsame Baisse und geordnete Neubewertung von Langläufern bewirkt; zweitens ein ungeordneter Crash, ausgelöst durch Liquiditätstrockenheit, Enthebelung oder Vertrauensschocks; drittens kein nomineller Zahlungsausfall, aber eine „reale Insolvenz“ durch langfristige Entwertung der Schulden über Inflation. Die USA sind ein Land mit eigener Währungshoheit, das Risiko eines Nominalausfalls ist nahezu null; das eigentliche Risiko besteht in ungeordneten Renditesprüngen und dem realen Wertverlust für Langfristinvestoren durch die Inflation.
Momentan ist besonders zu beachten, dass die fiskalische Dominanz steigt und der Markt eine höhere Risikoprämie für langfristige Anleihen fordert; auch die auf die Probe gestellte Unabhängigkeit der Zentralbank, fortlaufende Diversifizierung der globalen Reserven sowie Liquidität und Hebelgeschäfte am Staatsanleihenmarkt könnten zum Zeitpunkt eines Schocks die Volatilität verstärken. Das bedeutet zwar nicht, dass ein Crash unmittelbar bevorsteht, aber dass entsprechende Tail-Risiken zunehmen.
Er stellte heraus, dass die Rendite langfristiger US-Staatsanleihen ein wichtiger Referenzwert für die weltweite Vermögensbewertung ist; ein ungeordneter Anstieg könnte eine Neubewertung aller langfristig cashflowbasierten Anlagen auslösen, darunter ultralanglaufende Anleihen, hoch bewertete Wachstumswerte, Gewerbeimmobilien und bestimmte Private-Equity-Anlagen. Kommt es bei Anleiheverlusten zu Margin Calls und Zwangsverkäufen, kann sich zudem ein Kreislauf aus „Kursverlusten – Zwangsverkauf – weiteren Kursverlusten“ bilden.
Noah Holdings erklärte, man prognostiziere kein konkretes Timing für einen „Crash“ der US-Staatsanleihen, sondern begegnet unterschiedlichen Szenarien durch gezieltes Portfoliomanagement. Das Unternehmen übergewichtet Gold und Hartwährungen als systemische Absicherung und untergewichtet ultralanglaufende US-Staatsanleihen, um das Fristprämienrisiko unter fiskalischer Dominanz zu vermeiden.
Darauf aufbauend verzichtet das Unternehmen nicht auf hochwertige Aktien mit realen Cashflows und Preissetzungsmacht oder Realwerte wie Energie und Infrastruktur – diese verfügen im Inflationsumfeld über relative Widerstandsfähigkeit. Gleichzeitig setzt man auf physische KI-Infrastruktur wie Strom, Stromnetz, Energiespeicherung und Rechenzentren, die sowohl Sachwertcharakter als auch strukturelles Wachstumspotenzial bieten. Die globale Streuung ohne einheitlichen Währungsanker ist inhärent ein risikomanagender Faktor unserer Zeit.
Redakteur: Zhu Henan
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