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Die "Issuance Chains" werden wieder populär, aber diesmal ist es eindeutig anders.

Die "Issuance Chains" werden wieder populär, aber diesmal ist es eindeutig anders.

区块链骑士区块链骑士2026/09/04 05:14
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Blockchain könnte am Ende einfach nur ein Teil des Backends sein – der Trend zeichnet sich mittlerweile ab.


Autor: Blockchain Ritter


In den vergangenen Jahren gab es in der Blockchain-Branche immer eine offene Frage: Baut man zuerst die Chain und sucht dann Nutzer, oder startet man mit Nutzern und Anwendungsfällen und entscheidet dann, ob man eine Chain entwickelt? In den letzten Jahren wurde fast immer der erste Weg gewählt.


Man bringt eine neue Chain heraus, richtet einen Ökofonds ein, zieht Entwickler an, vergibt Anreize und Airdrops und versucht dann, Nutzer auf die Plattform zu locken. Dieses Modell ist in den vergangenen Jahren praktisch zum Branchenstandard geworden.


Doch die Probleme treten immer deutlicher zutage: Eine Chain kann ohne Nutzer existieren, zahlreiche Projekte erzielen keine Einnahmen, und selbst die besten technischen Spezifikationen bedeuten nicht, dass tatsächlich jemand die Lösung nutzt – davon gibt es inzwischen zu viele Beispiele.


Aktionen wie die von Robinhood zeigen jedoch einen anderen Ansatz. Robinhood verfügt bereits über zahlreiche Nutzer, ausgereifte Handelssysteme und einen realen Geldfluss.


Auf dieser Basis die RH Chain auf den Markt zu bringen, dient nicht dem Selbstzweck, sondern ist darauf ausgerichtet, bereits bestehenden Handel und Vermögenswerte Schritt für Schritt auf die Blockchain zu übertragen.


Robinhood geht also nicht nach dem üblichen Public-Chain-Konzept vor, in dem nach und nach von der technischen Entwicklung über Ökosystemprojekte bis zur Nutzerakquise alles aufgebaut wird. Stattdessen gibt es erst Nutzer und Handelsbedarfe, und dann wird die Chain als neue Infrastruktur ergänzt.


Mit anderen Worten: Die Chain ist hier nicht der Ausgangspunkt, sondern das Ergebnis. Auch der Stablecoin-Gigant Circle verfolgt mit Arc einen ähnlichen Ansatz.


Laut Circle soll Arc am 16. September ins Mainnet gehen. Die Positionierung: ein offenes Netzwerk für den Finanzmarkt mit Fokus auf Stablecoins, Zahlungen, Abwicklung und On-Chain-Finanzanwendungen.


Für Circle besteht die wichtigste Herausforderung nicht darin, ob jemand Circle kennt, sondern darin, wie die Vermögenswerte und Geldströme auf einer für Finanzdienstleistungen geeigneteren Infrastruktur betrieben werden können.


Arc ist also nicht einfach nur eine weitere allgemeine Layer1. Laut Circle haben sich bereits über 100 Institutionen und Ökosystemteilnehmende dem Aufbau und dem Validierungsnetzwerk von Arc angeschlossen.


Robinhood verfügt über Investoren und Handelsszenarien, Circle über Stablecoins, Zahlungsnetzwerke und Finanzinstitutionen.


Die beiden Unternehmen verfügen über unterschiedliche Ressourcen, machen aber zunehmend ähnliche strategische Entscheidungen: Sobald Nutzer, Kapital und Geschäft in großem Umfang vorhanden sind, ist die Blockchain nicht mehr nur ein technisches Projekt, sondern kann Teil der operativen Infrastruktur werden.


Bisher lag der Branchendiskurs bei Blockchain meist auf TPS, Gas Fees und Cross-Chain-Fähigkeiten. Doch wenn echte Finanzdienstleistungen auf die Blockchain wandern, werden die Anforderungen viel spezifischer.


Unterschiedliche Geschäftsfelder stellen verschiedene Anforderungen an Geschwindigkeit, Kosten, Datenschutz, Zugriffsrechte und Sicherheit. Eine generische Public Chain kann Basisfunktionen bieten, ist aber nicht immer die beste Option für jede Finanzanwendung.


Der Blockchain-Markt der Zukunft wird wahrscheinlich nicht nur aus einigen wenigen „Super-Chains“ bestehen – genauso wenig wird jedes einzelne Projekt eine eigene Chain herausgeben müssen.


Wahrscheinlicher ist ein Szenario, in dem einige große Netzwerke weiterhin als offene Ökosysteme und Liquiditätszentren fungieren, während Unternehmen mit einer großen Anzahl an Nutzern, Vermögenswerten oder Transaktionen eigene, auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Blockchain-Netzwerke etablieren.


In Zukunft wird die Blockchain selbst zunehmend weniger als eigenständiges Produkt wahrgenommen werden. Die Nutzer müssen auch nicht wissen, auf welcher Chain sie agieren – Blockchain könnte am Ende einfach nur ein Teil des Backends sein, und der Trend setzt sich bereits durch.

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Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.

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