"Ich bin jetzt der Marktmacher, wer wetten will, soll es versuchen." Bessent warnt den Markt davor, gegen ihn zu wetten und den Yen zu shorten.
Besant erklärte: "Wenn wir in den Yen eingreifen, bin ich völlig über die Absichten der Japaner, der Bank of Japan und der politischen Entscheidungsträger im Bilde." Hinzu kommt die fundamentale Unterstützung durch die voraussichtliche Zinserhöhung um 25 Basispunkte der Bank of Japan in diesem Monat, wodurch die Leerverkäufer gleichzeitig mit politischen Interventionen und einer Zinswende konfrontiert werden. Analysten sind der Ansicht, dass Besants entschlossene Aussagen sowohl psychologischen Druck ausüben als auch auf bevorstehende Maßnahmen hindeuten.
Die US-Finanzministerin Bessent hat eine scharfe Warnung an den Markt ausgesprochen: Jeder Trader, der versucht, den Yen zu shorten oder dagegen zu spekulieren, habe es mit einem Gegner zu tun, der über einen „asymmetrischen Informationsvorteil“ verfügt.
Laut Bloomberg sagte Bessent am Dienstag (8. September) bei einer Veranstaltung an der Southern Methodist University in Texas öffentlich, dass sie beim Eingreifen in den Yen-Wechselkurs exakt wisse, welche Schritte die japanische Politik als Nächstes plane. „Ich bin jetzt der Dealer, also wenn wir beim Yen intervenieren, weiß ich genau, was die Japaner, die Bank of Japan und die japanischen Entscheidungsträger vorhaben“, sagte sie. „Wer gegen mich wetten will, nur zu.“
Analysten werten diese Aussage als eine direkte Eskalation der Spekulation um Long- und Short-Positionen beim Yen und als klare Warnung an alle, die weiterhin auf einen schwachen Yen setzen. Bloomberg berichtete zuvor, dass die Bank of Japan in diesem Monat geneigt ist, den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte anzuheben, um auf steigende Preise zu reagieren, und bei künftigen Zinsschritten flexibel agieren will. Bessents Informationsvorsprung in Bezug auf die japanische Geldpolitik ist genau dieser „asymmetrische Informationsvorteil“, auf den sie sich beruft – und ihre Grundlage für ihr selbstbewusstes Auftreten.
Gemeinsame Intervention mit Japan am Devisenmarkt zeigt nur begrenzte Wirkung
Bessent blickte in ihrer Rede auf mehrere Markteingriffe zurück, an denen sie beteiligt war, darunter auf die gemeinsame Aktion vom 31. Juli mit der japanischen Regierung zum Kauf von Yen. Dieser Eingriff sorgte zunächst für eine starke Aufwertung des Yen, der Gewinne jedoch teilweise wieder abgab. Die Marktlogik dahinter war nicht kompliziert:
Trader erkannten, dass das US-Finanzministerium nur begrenzte Devisenreserven für Interventionen hatte, bezweifelten die Nachhaltigkeit der Maßnahme und positionierten sich nach dem ersten Anstieg erneut short.
Dieses Ergebnis macht Bessents aktuelle Warnung besonders vielsagend – ihre Betonung des Informationsvorteils ist auch eine direkte Antwort auf die zuletzt nicht voll erfüllte Wirkung der Intervention.
Bessents Statement steht nicht für sich allein, sondern wird getragen von der anstehenden Wende in der japanischen Geldpolitik. Nach Angaben von Bloomberg plant die Bank of Japan in diesem Monat einen Zinsanstieg um 25 Basispunkte und will dabei künftig flexibel bleiben. Sollte diese Zinserhöhung erfolgen, würde dies den Yen fundamental stützen und gemeinsam mit den Interventionen des US-Finanzministeriums für Rückenwind sorgen.
Laut Analysten bedeutet das für Trader, die weiterhin auf einen schwachen Yen setzen, doppelten Druck durch politische Eingriffe und fundamentale Faktoren. Bessent, selbst frühere Hedgefonds-Managerin mit tiefgehendem Verständnis für Marktmechanismen, nutzt die Metapher des „Dealers“ nicht nur zur psychologischen Beeinflussung der Märkte, sondern deutet zugleich an, dass künftige Eingriffe gezielt erfolgen werden.
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