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US-Finanzministerin Yellen: Der Markt für US-Staatsanleihen ist in "guter Verfassung", die niedrigere als erwartete Rückkaufmenge ist eine bewusste Entscheidung.

US-Finanzministerin Yellen: Der Markt für US-Staatsanleihen ist in "guter Verfassung", die niedrigere als erwartete Rückkaufmenge ist eine bewusste Entscheidung.

华尔街见闻华尔街见闻2026/09/10 23:14
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Die US-Finanzministerin Yellen verteidigte am Donnerstag die unter den Erwartungen liegenden Rückkaufoperationen von US-Staatsanleihen und spielte die Sorgen über den jüngsten deutlichen Anstieg der Renditen herunter. Sie erklärte, dass der Markt für US-Staatsanleihen in "guter Verfassung" sei.

Am 10. September lag der endgültige Betrag der Rückkäufe von US-Staatsanleihen durch das US-Finanzministerium lediglich bei 519 Millionen US-Dollar, nachdem zuvor ein Rückkauflimit von 600 Millionen US-Dollar angekündigt worden war.

Yellen erklärte in einem Interview mit den Medien, dass das Volumen der Rückkäufe dieses Mal gering ausgefallen sei, nicht aufgrund mangelnder Marktnachfrage, sondern weil die Angebote am Markt nicht günstig genug gewesen seien und das Finanzministerium deshalb den Kauf selbstständig gedrosselt habe.

Sie fügte hinzu, dass das Finanzministerium normalerweise Gebote in Höhe von etwa 2 Milliarden US-Dollar erhalte, diesmal jedoch nur rund 1 Milliarde US-Dollar. Das bedeutet, dass Anleger, die langfristige US-Staatsanleihen halten, es bevorzugten, abzuwarten, anstatt ihre Anleihen an das Finanzministerium zu verkaufen. Yellen wertete dies als ein Zeichen dafür, dass das Vertrauen in langfristige US-Staatsanleihen weiterhin bestehe.

Sie verwies außerdem auf die starke Performance der beiden jüngsten US-Staatsanleiheauktionen als Beleg für ein reibungslos funktionierendes Marktumfeld und erklärte, dass Anleger aktuell keinen zusätzlichen Risikoaufschlag für langfristige US-Anleihen verlangen.

Das US-Finanzministerium kündigte an, am Donnerstag Rückkäufe von US-Staatsanleihen mit einer Laufzeit von 10 bis 20 Jahren in Höhe von bis zu 600 Millionen US-Dollar durchzuführen. Dieses Volumen ist dreimal so hoch wie das bisherige maximale Einzelvolumen von 200 Millionen US-Dollar für langfristige Anleihenrückkäufe und liegt auch über den am 19. August bekanntgegebenen Richtwerten von "mindestens 400 Millionen US-Dollar".

Die erste Reaktion des Marktes war allerdings ein weiterer Rückgang der US-Staatsanleihen. Die Bloomberg-Marktanalyse kommentierte unverblümt, dies sei "alles andere als ein beeindruckend großes Manöver", die 600 Millionen US-Dollar lägen völlig am unteren Rand der Markterwartungen und reichten nicht einmal dafür aus, "den Anstieg der langfristigen Renditen abzuschwächen, geschweige denn umzukehren".

Peter Boockvar, Chief Investment Officer bei OnePoint BFG Wealth Partners, erklärte, dass einige Anleger ursprünglich ein Rückkaufvolumen von bis zu 700 bis 800 Millionen US-Dollar erwartet hätten. Der Renditeanstieg sei eine Reaktion auf die Enttäuschung über die ausgebliebenen Erwartungen.

Am Donnerstag stiegen im Umfeld höher als erwarteter PPI-Inflationsdaten die Renditen zweijähriger US-Staatsanleihen um weitere 13 Basispunkte auf den höchsten Stand seit 2024, während die zehnjährigen Renditen ein neues Hoch seit 2023 erreichten.

Diese Verkaufswelle bei US-Staatsanleihen ging einher mit einem starken Anstieg der Ölpreise. Yellen betonte erneut, dass die Verbindung zwischen Anleihemarkt und Energiepreisen jüngst besonders eng sei, was darauf hindeute, dass der Renditeanstieg weniger mit Sorgen um die Fiskalpolitik zusammenhänge und vielmehr eine Folge der durch Energiepreisschwankungen beeinflussten Inflationserwartungen sei.

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