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Rückzugssignal? „Big Short“ schließt Short-Positionen auf Nvidia und Palantir

Rückzugssignal? „Big Short“ schließt Short-Positionen auf Nvidia und Palantir

华尔街见闻华尔街见闻2026/09/11 07:16
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Der „Big Short“-Investor Michael Burry reduziert umfassend Risiken und hat die bis Dezember 2026 laufenden Put-Optionen auf Nvidia und Palantir geschlossen, um dem Zeitwertverlust auszuweichen. Er hält jedoch weiterhin Puts auf die beiden Werte mit Laufzeit bis 2027 sowie Short-Positionen in weiteren Technologiewerten. Gleichzeitig teilte Jensen Huang Daten mit, die einen Anstieg der GPU-Mietpreise um 22 % im Monatsvergleich zeigen, und widersprach damit Burrys zentraler Short-These, wonach die Abschreibungsdauer von Chips überschätzt werde.

Der „Big Short“ Michael Burry hat angekündigt, sein Risiko zu reduzieren und die kurzfristigen Put-Optionen auf Nvidia und Palantir glattgestellt, doch seine insgesamt bärische Ausrichtung bleibt bestehen.

Laut einem aktuellen Bericht von StockTwits schrieb Burry am Mittwoch auf Substack, dass er im September das „Risiko-Exposure gestrafft“ und jede Position im Portfolio reduziert habe. Derzeit halte er einen gewissen Bargeldbestand und sei damit „zufrieden, um dem Herbstmarkt gelassen zuzuschauen“. Er schrieb: „Diesen Herbst wird der Markt interessant.“

Der am meisten beachtete Teil dieses Schrittes ist: Burry hat die Put-Optionen auf Nvidia und Palantir mit Laufzeit bis Dezember 2026 glattgestellt und diese Positionen nicht auf länger laufende Kontrakte verlängert.

Schließung der kurzfristigen Optionen, aber das bärische Szenario bleibt bestehen

Burry begründete in seinem Beitrag explizit das Schließen der Positionen: zur Vermeidung des schnellen Wertverlusts (time decay) bei Optionen mit baldigem Laufzeitende. Er betonte, dieser Schritt sei Teil der allgemeinen Reduzierung des Portfolios und keine grundlegende Änderung seiner bärischen Einschätzung.

Berichten zufolge hält Burry weiterhin Put-Optionen auf Palantir und Invesco QQQ Trust (QQQ) mit Laufzeit bis 2027 und setzt weiterhin auf fallende Kurse mehrerer Tech-, Halbleiter- und KI-zugehöriger Werte.

Unter seinen größten Short-Positionen rangieren Oracle (ORCL), Palantir (PLTR) und Nebius Group (NBIS) an der Spitze, gefolgt von Nvidia (NVDA) und iShares Semiconductor ETF (SOXX). Nvidia belegt dabei Rang vier in seinem Short-Portfolio.

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Long-Positionen: Fokus auf Konsum und Gesundheitswesen, Technologieanteil gering

Auch auf der Long-Seite hat Burry gekürzt, die Reihenfolge im Portfolio blieb allerdings unverändert.

Seine größten Long-Positionen sind: Lululemon Athletica (LULU) — das er vergangene Woche als „fat pitch“ (besonders attraktive Gelegenheit) bezeichnete — gefolgt von Molina Healthcare (MOH) und MercadoLibre (MELI).

Die vollständigen Top-17-Long-Positionen umfassen Temple & Webster, Zoetis, Sprouts Farmers Market, JD.com, Birkenstock, Adobe, HCA Healthcare, Fiserv, Flutter Entertainment, Build-A-Bear Workshop, Veeva Systems, Fannie Mae, Freddie Mac und PayPal. Burry hat keine Angaben gemacht, welchen Anteil die einzelnen Positionen am Gesamtportfolio ausmachen.

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Jensen Huang widerlegt Burrys Abschreibelogik mit Daten

Burrys zentrales Argument für seine Short-Position auf Nvidia besteht darin, dass Technologieunternehmen die Nutzungsdauer von Nvidia-GPUs zu optimistisch einschätzen.

Viele Tech-Konzerne legen die Nutzungsdauer von Nvidia-GPUs auf sechs Jahre fest und schreiben die Anschaffungskosten entsprechend ab — das heißt, jährlich wird nur ein Sechstel der Kosten angesetzt, was zu einem höheren Gewinn auf dem Papier führt. Burry vertritt die Ansicht, dass diese Chips real nur zwei bis drei Jahre genutzt werden und die sechsjährige Abschreibungsannahme die Unternehmensgewinne künstlich aufbläht.

Aktuelle Daten stellen diese Einschätzung jedoch infrage. So ist die 2020 von Nvidia eingeführte Ampere A100 GPU weiterhin im breiten Einsatz. Cloud-Computing-Anbieter CoreWeave hat Berichten zufolge erst letzten Monat einen Vertrag unterzeichnet, um diese Chips bis 2029 für KI-Aufgaben zu mieten — bis dahin wären seit Veröffentlichung der A100 neun Jahre vergangen.

Ebenso erwähnenswert ist die Preisentwicklung. Die Finanzmarkt-Plattform Ornn Exchange teilte diese Woche auf X mit, dass die Mieten für die neuere Hopper H100 Generation im Monatsvergleich um 22 % gestiegen sind.

Jensen Huang teilte diesen Post und kommentierte dazu. The Motley Fool zitierte ihn mit den Worten, diese Daten „widersprechen eindeutig Burrys Annahme, dass die Lebensdauer der Nvidia-GPUs überschätzt wird“. Seine Botschaft: Die Chips erleben keineswegs einen vorzeitigen Wertverfall, sondern die Nachfrage nimmt weiter zu.

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