Piper Sandler nimmt erstmals die AI-Chip-Branche unter Beobachtung auf: Nvidia (NVDA.US) und Broadcom (AVGO.US) sind die „Favoriten“. Es wird erwartet, dass der Compute-Markt bis 2030 ein Volumen von 2,2 Billionen US-Dollar erreicht.
Piper Sandler deckt erstmals den Bereich der künstlichen Intelligenz (AI) Chips und Halbleiter ab. AMD, Arm, Broadcom, Marvell Technology und Nvidia erhalten eine „Übergewichten“-Bewertung, während Intel und Qualcomm eine „Neutral“-Bewertung erhalten.
Laut Informationen von Zhihui Finance APP hat Piper Sandler einen Forschungsbericht veröffentlicht und deckt erstmals den Bereich Künstliche Intelligenz (AI) Chips und Halbleiter ab. Das Institut begann mit Bewertungen für sieben große Halbleiteraktien: AMD (AMD.US), Arm (ARM.US), Broadcom (AVGO.US), Marvell Technology (MRVL.US) und NVIDIA (NVDA.US) erhielten ein "Übergewichten"-Rating, während Intel (INTC.US) und Qualcomm (QCOM.US) mit "Neutral" bewertet wurden. Das Institut hebt hervor, dass Broadcom und NVIDIA als „Top-Picks“ im Bereich AI-Beschleuniger gelten, während AMD und Arm aufgrund ihrer Marktanteilsgewinne im Server-CPU-Segment besonders beachtet werden.
Hinsichtlich der Kursziele setzte Piper Sandler für AMD 600 US-Dollar, für Arm 320 US-Dollar, für Broadcom 460 US-Dollar, für Intel 110 US-Dollar, für Marvell Technology 270 US-Dollar, für NVIDIA 300 US-Dollar und für Qualcomm 190 US-Dollar an.
Die Analysten David O'Connor und Zackary Altman erklärten im Bericht, dass Rechenleistung das zentrale Fundament der AI-Entwicklung darstelle. Mit dem Durchbruch von Agent-AI sei die Branche dringender denn je auf zusätzliche Rechenleistung angewiesen.
Das Institut weist darauf hin, dass die Kapazität für 2027 bereits ausverkauft ist und das Orderbuch für 2028 ebenfalls voll ist. Piper Sandler erwartet, dass der Markt für Rechenleistung bis 2030 ein Volumen von 2,2 Billionen US-Dollar erreicht, wobei der Markt für Beschleuniger 2 Billionen US-Dollar und der CPU-Markt 200 Milliarden US-Dollar ausmacht. Dies würde bedeuten, dass sich der Markt für Rechenleistung bis 2030 etwa verfünffacht und die Umsätze entlang der Wertschöpfungskette steigert, sodass das EPS dieser Aktiengruppe im Schnitt um rund 45 % jährlich wächst.
Das Institut ist überzeugt, dass diese Unternehmen zu den wichtigsten Akteuren beim Aufbau von Hyperscale- und neuen Cloud-Anbietern zählen. Im Bericht wird zudem ausgeführt, dass die aktuelle Knappheit an Rechenleistung an den GPU-Stundentarifen neuer Cloud-Anbieter klar erkennbar ist. Der H100-Preisindex von Silicon Data zeigt, dass eine NVIDIA H100 GPU pro Stunde 2,60 US-Dollar kostet, gegenüber 2,00 US-Dollar im Dezember – vor der Einführung von OpenClaw.
Weiter erwähnt der Bericht, dass es auch im Februar 2025, bedingt durch die verstärkte Nachfrage infolge der DeepSeek-Implementierung, zu einem Nachfrageschub kam; sinkende Rechenleistungskosten dürften den Verbrauch weiter ankurbeln und so die Gesamtnachfrage nochmals erhöhen. Piper Sandler betont, dass NVIDIA bereits im vierten Quartal 2022 mit der Massenproduktion der H100 begann – somit liegt die technologische Weiterentwicklung dieses Chips fast vier Jahre zurück. Die Komponentenkosten steigen zudem an, was die Einnahmen der Hardwarehersteller erhöht; das Institut stellte fest, dass der Kostenanteil der GPU-Chips bei den letzten beiden Generationen von 30 % auf 40 % geklettert ist.
Auf Einzelebene bezeichnet O'Connor NVIDIA als den „unangefochtenen Führer bei AI-Rechenleistung“ mit einem Marktanteil von 80 %. Er erklärt, dass der diesjährige Boom bei Agent-AI-Workloads zu einem sprunghaften Anstieg der Nachfrage geführt hat, was die Versorgung für die nächsten zwei bis drei Jahre eng halten dürfte. Die Aktie sei mit etwa dem 14-fachen der erwarteten Bewertung für das Geschäftsjahr 2028 eine der am niedrigsten bewerteten im AI-Sektor.
O'Connor bezeichnet Broadcom als führend bei kundenspezifischen ASIC-Chips mit einem Marktanteil von 75 % und hebt erneut die Angebotsengpässe hervor. Er schreibt: „Die Nachfrage ist doppelt so hoch wie das Angebot, daher ist die Sicherstellung zusätzlicher Kapazitäten entscheidend.“ Er stellt außerdem fest, dass die absehbare Marktnachfrage des Unternehmens im Geschäftsjahr 2027 bereits 12 Gigawatt beträgt.
O'Connor sieht in AMD den „größten Profiteur von Agent-AI“ und betont, dass AMD weiterhin Marktanteile bei Server-CPUs gewinnt; auch bei den Helios GPUs gibt es ein hohes Wachstum, zu den Kernkunden zählen OpenAI, Meta (META.US) und Anthropic. Er erwartet, dass AMDs Gewinne bis 2030 mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 65 % steigen.
Die Analysten sind ebenfalls optimistisch hinsichtlich Marvell Technologys Geschäft mit Rechenzentren und bezeichnen das mit Google (GOOGL.US) abgeschlossene 120-Milliarden-Dollar-Abkommen als bahnbrechend. Der Analystentag am 6. Oktober könnte zudem ein potenzieller Auslöser sein.
Abschließend betont O'Connor die dominante Position von Arm im Bereich CPU-Urheberrechte sowie die Expansion in den Bereich der kundenspezifischen Chips und Beschleuniger-IP, was aus seiner Sicht dazu führen könnte, dass sich Arms Gewinne verdoppeln.
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