Anthropic-IPO als Wohlstandsfest: Goldman Sachs, Bank of America und andere konkurrieren um das Vermögensmanagement der Mitarbeiter
Die Bewertung von Anthropic ist in sehr kurzer Zeit stark angestiegen, wobei einige Mitarbeiter Aktien erst seit zwei Jahren halten und nun mit einer viel größeren Vermögensrealisierung als erwartet rechnen können. Vermögensverwalter sagen: "Das ist wie ein Lotterielos." Derzeit haben Goldman Sachs, Bank of America, BNY Mellon, JPMorgan und Wells Fargo bereits Kontakt zu Anthropic aufgenommen, um frühzeitig langfristige Vermögensverwaltungsbeziehungen zu hochvermögenden neuen Tech-Millionären aufzubauen.
Während die führenden Wall-Street-Banken um den Zuschlag als Konsortialführer für den Anthropic-Börsengang konkurrieren, richten sie ihren Blick gleichzeitig auf einen weiteren potenziell riesigen Markt – das Vermögen in Millionenhöhe, das die Mitarbeiter dieses KI-Unternehmens nach dem Börsengang voraussichtlich anhäufen werden.
Laut Bloomberg haben Goldman Sachs, Bank of America, die Vermögensverwaltungseinheit der Bank of New York Mellon, JPMorgan und Wells Fargo bereits Kontakt zu Anthropic aufgenommen. Anthropic sucht nach einer Beraterliste für seine Mitarbeiter, um ihnen bei der Planung des bevorstehenden Vermögens zu helfen.
Der Börsengang von Anthropic steht unter besonderer Beobachtung am Markt. Das Unternehmen wird voraussichtlich in den kommenden Wochen mit dem IPO beginnen, wobei das Finanzierungsvolumen das von SpaceX mit 86,2 Milliarden US-Dollar erreichen oder sogar übertreffen könnte. Diese Aussichten rücken das potenzielle Vermögen der Mitarbeiter besonders in den Fokus.
Anthropic sucht breit nach Vermögensverwaltungslösungen
Anthropic fordert die Finanzinstitute auf, Vorschläge für ihr Wealth-Management-Geschäft einzureichen und Informationen zu Gebühren, Dienstleistungen und operativen Details offenzulegen. Das Unternehmen hat kürzlich offiziell eine Informationsanfrage gestartet; neben den genannten Großbanken haben sich auch mehrere kleinere Boutiquen und Beratungsgesellschaften gemeldet.
Brandon Smith von der Vermögensverwaltungsgesellschaft Laird Norton Wetherby, die bereits Informationen an Anthropic übermittelt hat, erklärte, dass sein Unternehmen bereits mit mehreren Anthropic-Mitarbeitern in Kontakt stand. Er hält es für "sehr plausibel", dass durch den Börsengang von Anthropic zahlreiche neue Millionäre entstehen werden.
"KI hat sich in so kurzer Zeit so rasant entwickelt, dass selbst Mitarbeiter, die erst vor zwei Jahren Beteiligungen erhalten haben, am Ende enorme Summen realisieren könnten", sagt er. "Das ist wie ein Lottogewinn."
Mitarbeiter stehen vor Herausforderungen beim Vermögensmanagement – Vorbild Silicon Valley
Für viele Mitarbeiter von Technologieunternehmen bringt plötzlicher Reichtum oft die Frage mit sich, wie dieser richtig gemanagt werden kann. Der Fall von Anthropic spiegelt das aktuelle IPO-Fieber im Silicon Valley wider.
Vor dem Börsengang von SpaceX taten sich über 1.000 aktuelle und ehemalige Mitarbeiter zusammen, um gemeinsam mit Vermögensverwaltungsinstituten zu verhandeln und günstigere Gebührensätze sowie komplexere, steuerlich optimierte Finanzprodukte auszuhandeln. Dieses Beispiel zeigt, dass Startup-Mitarbeiter bereit sind, beträchtlichen Aufwand zu betreiben, um bei unerwartet großen Vermögen attraktive Bedingungen für ihre finanzielle Zukunft zu sichern.
Die Situation der Anthropic-Mitarbeiter ist besonders: Da der Unternehmenswert in kürzester Zeit massiv angestiegen ist, halten manche Mitarbeiter ihre Anteile erst seit etwa zwei Jahren – und stehen nun vor einer potenziell viel größeren Auszahlung als erwartet. Gerade für Entwickler oder Forscher ohne spezielle Finanzkenntnisse ist das eine enorme Herausforderung.
Vermögensverwaltung wird neues Wettbewerbsfeld an der Wall Street
Die aktuelle Auswahl eines Wealth-Management-Partners durch Anthropic spiegelt die vielschichtige Konkurrenz wider, die im Zuge des IPO-Booms im Silicon Valley auf der Wall Street entstanden ist. Die Banken wetteifern nicht nur um die Konsortialführerschaft beim Börsengang, sondern wollen durch den Aufbau langfristiger Beziehungen mit den neuen vermögenden Tech-Mitarbeitern dauerhaft profitieren.
Für Institute wie Goldman Sachs oder Bank of America bedeutet es einen Vorteil, Anthropic-Mitarbeiter früh als Kunden zu gewinnen – schon bevor das Vermögen überhaupt realisiert wird. Solche Beziehungen sind oft sehr stabil und sichern den Banken kontinuierliche Einnahmen aus der Vermögensverwaltung.
Der Zeitplan für den IPO von Anthropic ist noch nicht endgültig festgelegt, doch der Wettbewerb um das erwartete "Vermögensfest" hat bereits begonnen.
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