US-Dollar-Short-Positionen sind überfüllt, Zinserhöhung könnte als Auslöser für einen Short Squeeze dienen
⑴ Die starken Anstiege der Energiepreise haben die Marktwetten auf eine Zinserhöhung der Federal Reserve im September verstärkt, doch die Netto-Long-Positionen auf den US-Dollar am internationalen Devisenmarkt sind von einem Rekordwert von 51 Milliarden US-Dollar im Juli auf 22 Milliarden US-Dollar in der vergangenen Woche gesunken.⑵ Das bedeutet, sollte die Federal Reserve wie erwartet am Mittwoch eine Zinserhöhung ankündigen, hat der US-Dollar weiterhin Aufwärtspotenzial. In letzter Zeit haben Trader jedoch den US-Dollar kontinuierlich verkauft und Short-Positionen aufgebaut, was tatsächlich dem Zinserhöhungs-Ausblick widerspricht.⑶ Sobald die Zinserhöhung umgesetzt wird, kann insbesondere dann, wenn ein Ausblick auf weitere Straffungen gegeben wird, eine Short-Squeeze-Situation entstehen.⑷ In der vergangenen Woche eröffneten Trader neue Short-Positionen auf den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen und dem Neuseeland-Dollar. Zuvor wurde bereits erwartet, dass der US-Dollar gegenüber dem mexikanischen Peso und dem brasilianischen Real weiter abwerten würde, und auch gegenüber dem Taiwan-Dollar wechselte die Position von Netto-Long zu Netto-Short.⑸ Insgesamt zeigen sich Trader überwiegend bärisch gegenüber dem US-Dollar und erwarten, dass er auch gegenüber dem Renminbi, dem südkoreanischen Won und dem Singapur-Dollar weiter schwächer wird.⑹ Die USA sind Nettoexporteur von Öl und Erdgas, während die neu aufgebauten Short-Positionen gegen den US-Dollar nahezu ausschließlich auf Währungen von Nettoenergieimportländern abzielen; die langfristigen Positionen gegen den mexikanischen Peso und den brasilianischen Real spiegeln eher Bedürfnisse für Carry-Trades wider.⑺ Wie andere Währungen von Energieimportländern sind diese, die häufig für Carry-Trades verwendet werden, im Umfeld einer Zinserhöhung der Federal Reserve in dieser Woche besonders anfällig.⑻ Derzeit erwarten die Märkte, dass die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung der Federal Reserve in dieser Woche von etwa 30% zu Monatsbeginn auf nahezu 90% gestiegen ist.
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