Lagarde warnt davor, dass große Mengen europäischen Kapitals in die amerikanische KI fließen, und ruft zum Aufbau inländischer Rechenkapazitäten auf, um die technologische Souveränität zu sichern.
智通财经2026/09/14 15:46Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Lagarde, hielt am 14. September in Wien eine Rede zum Thema „Eine neue Ära des Kapitals: Wachstum, Souveränität und Künstliche Intelligenz“. Sie wies darauf hin, dass Haushalte im Euroraum etwa 440 Milliarden Euro in US-Tech-Vermögenswerte halten und dass erhebliche Mengen europäischen Kapitals in US-KI fließen. Die Durchdringungsrate von KI in Europa liegt bei über 50 %, doch die Investitionen in die Digitalisierung hinken denen der USA hinterher. Die Verbreitung von KI könnte die Produktivität in den nächsten zehn Jahren um bis zu 4 % steigern und den durch die Alterung der Bevölkerung verursachten fiskalischen Druck abmildern. Lagarde warnte davor, dass der reine Import von KI Risiken wie den Verlust von Daten, Lieferunterbrechungen und die Aufgabe technologischer Schlüsselpositionen birgt. Europa müsse eigene Rechenleistung aufbauen; zur Schließung der Lücke könnten bis zu 600 Milliarden Euro nötig sein und die Entwicklung lokaler KI-Modelle sei erforderlich. Sie erklärte, dass die Innovationsfinanzierung in Europa zu sehr von Banken abhängt. Zwar mangele es nicht an lokalen Ersparnissen, aber es fehle an Kanälen zur Umleitung von Kapital. Zudem wies sie darauf hin, dass im US-amerikanischen KI-Bereich eine Blasengefahr bestehe.
Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.