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Die Federal Reserve setzt zum zweiten Mal in Folge den Ankauf von Reverse Mortgage-Program-Anleihen aus, die Bankenreserven bleiben weiterhin im komfortablen Bereich.

Die Federal Reserve setzt zum zweiten Mal in Folge den Ankauf von Reverse Mortgage-Program-Anleihen aus, die Bankenreserven bleiben weiterhin im komfortablen Bereich.

华尔街见闻华尔街见闻2026/09/14 22:56
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Die US-Notenbank hat bekannt gegeben, dass die New Yorker Fed im kommenden monatlichen Zeitraum bis zum 14. Oktober keine Staatsanleihekäufe zur Reserveverwaltung (RMP) durchführen wird. In diesem Zeitraum werden jedoch etwa 15,6 Milliarden US-Dollar an Reinvestitionskäufen getätigt. Zum Stand vom 9. September belief sich der Saldo der Bankreserven in den USA auf 3,04 Billionen US-Dollar, was über dem bisherigen Jahresdurchschnitt von 3,01 Billionen US-Dollar liegt.

Die Federal Reserve hat erneut den Stopp-Knopf für ihre Reservemanagement-Anleihekäufe (RMP) gedrückt, was die derzeit komfortable Lage der Bankenreserven und einen insgesamt reibungslosen Ablauf auf den Geldmärkten widerspiegelt.

Die Federal Reserve kündigte am Montag an, dass die New York Fed im nächsten Monatszyklus bis zum 14. Oktober keine Treasuries zu Zwecken des Reservemanagements kaufen wird – dies ist der zweite Monat in Folge, in dem das RMP ausgesetzt bleibt.

Gleichzeitig wird die Abteilung in diesem Zeitraum weiterhin Reinvestitionen von etwa 15,6 Milliarden US-Dollar durchführen.

Diese Aussetzung zeigt, dass die Federal Reserve Vertrauen in das reibungslose Funktionieren des kurzfristigen Finanzierungsmarktes hat. Der gesicherte Übernachtfinanzierungssatz (SOFR) lag in der überwiegenden Zeit weiterhin unter dem Zinssatz für Überschussreserven (IORB), was diese Einschätzung untermauert.

Zum 9. September betrug der Bestand an Bankenreserven in den USA 3,04 Billionen US-Dollar und lag damit über den 2,85 Billionen US-Dollar zum Jahresende 2023 und dem Durchschnitt von 3,01 Billionen US-Dollar seit Jahresbeginn. Diese Anpassung stellt keine Kehrtwende in der Geldpolitik oder in der Strategie der Bilanz dar.

Wall-Street uneinig: Ist die Pause vorübergehend oder bleibt sie bis Jahresende?

Hinsichtlich des weiteren Kurses sind die großen Institutionen an der Wall Street deutlich uneins.

Strategen von Wells Fargo und Bank of America hatten bereits vorausgesagt, dass das RMP in diesem Monat pausieren wird. Sie erwarten, dass Mitte Oktober mit dem starken Anstieg der Treasury-Emissionen durch das US-Finanzministerium wieder punktueller Druck auf den Refinanzierungsmarkt entsteht, woraufhin die Anleihekäufe wieder aufgenommen werden könnten.

Der Barclays-Stratege Samuel Earl rechnet damit, dass das Kaufvolumen im Oktober auf 10 Milliarden Dollar zurückkehrt und im November weiter auf 20 Milliarden Dollar steigt.

Strategen von Citigroup meinen dagegen, dass die Federal Reserve die Aussetzung bis Jahresende beibehalten dürfte. Citigroup betont, dass die Bankenreserven wieder in den Bereich "leicht komfortabel" zurückgekehrt sind und der nächste Anstieg des Treasury-Angebots vermutlich keinen signifikanten Druck auf den Repo-Markt ausüben wird.

Von großangelegten Käufen zum sukzessiven Rückzug: Die Entwicklung der RMP

Die Federal Reserve stoppte Ende 2025 unerwartet ihren Bilanzabbau und begann stattdessen, durch Käufe kurzfristiger Treasuries Liquidität ins Finanzsystem zu pumpen.

Im Dezember letzten Jahres begann die Federal Reserve mit monatlichen Käufen von rund 40 Milliarden Dollar an Treasuries mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Der damalige Vorsitzende Powell bezeichnete dies als "vorgelagerte" Maßnahme, um vor der Steuersaison im April ausreichende Reserven zu sichern.

Im Anschluss wurde das Kaufvolumen mehrfach schnell reduziert: Im April auf 25 Milliarden Dollar, im Mai weiter auf 10 Milliarden Dollar – in beiden Fällen stärker als vom Markt erwartet –, bevor es im August vollständig ausgesetzt wurde.

In der Kommunikationspolitik änderte das Offenmarktausschuss der Federal Reserve im Juni die Erklärung zur Umsetzung der Politik und stellte klar, dass das RMP vorübergehend pausiert werden kann, wenn es die Bedingungen an den Geldmärkten erlauben, um Flexibilität zu gewährleisten.

Roberto Perli von der New York Fed betonte im Juli erneut, dass die Reservemanagement-Anleihekäufe keinem vorgegebenen Pfad folgen. Die Abteilung kann das monatliche Kaufvolumen je nach Lage am Geldmarkt jederzeit nach oben oder unten anpassen, wobei das Ziel stets ein komfortabler Reservenbestand bleibt.

Die Lage am Geldmarkt insgesamt locker, Cash-Angebot bleibt großzügig

In den vergangenen vier Wochen zeigten sich die kurzfristigen Finanzierungsbedingungen insgesamt locker, das Cash-Angebot überstieg das Volumen an verfügbaren Sicherheiten deutlich.

Die Banken parken fortlaufend mehr Mittel auf dem kurzfristigen Markt, und das Vermögen der Geldmarktfonds liegt auf einem historischen Höchststand. Selbst bei anhaltend umfangreichen Treasury-Emissionen dämpfen diese Faktoren den Spielraum für Zinsanstiege an den Geldmärkten und schaffen günstige Bedingungen für die Federal Reserve, die Pause bei den Anleihekäufen fortzusetzen.

Zudem hat das US-Finanzministerium das Treasury-Angebot vor dem Stichtag für die vierteljährliche Steuerzahlung reduziert und damit den Druck auf den Markt kurzfristig weiter abgeschwächt. Der nächste entscheidende Punkt wird sein, wann das Finanzministerium großvolumige Treasury-Emissionen wieder aufnimmt und ob der Markt diese dann weiterhin reibungslos aufnehmen kann.

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