Die Einstellung von Pipeline-Betrieben in Saudi-Arabien und neue Angriffe der Huthi führen zu einem weiteren Ölpreisanstieg von über 1 %.
Die Einstellung von Pipeline-Betrieben in Saudi-Arabien und neue Angriffe der Huthi führen zu einem weiteren Ölpreisanstieg von über 1 %.
智通财经2026/09/15 03:01Original anzeigen
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- Am Dienstag stiegen die internationalen Ölpreise weiter an, da saudische Energie-Infrastrukturen angegriffen wurden und dadurch die ost-westliche Pipeline außer Betrieb gesetzt wurde. Die Marktteilnehmer befürchten zunehmende Risiken für die Schifffahrt im Golf und zweifeln daran, ob diese Risiken entschärft werden können. US-Rohöl legte zeitweise um 1,75% auf 103,16 USD/Fass zu, während Brent-Öl um bis zu 1,15% auf 107,37 USD/Fass stieg. Beide wichtigen Benchmarks hatten am vorherigen Handelstag jeweils über 1% zugelegt.
- Am Montag verübten die von Iran unterstützten Huthi-Rebellen aus dem Jemen Raketen- und Drohnenangriffe auf den Luftwaffenstützpunkt Khamis Mushait im Süden Saudi-Arabiens. Dabei wurden ein Flugzeughangar, ein Radarsystem, eine Start- und Landebahn sowie ein Munitionslager getroffen – als Vergeltung für saudische Luftangriffe im Jemen. Gleichzeitig verschoben die Golfstaaten das geplante Treffen mit Iran, was die Sorgen über eine Ausweitung des Nahostkonflikts und Störungen auf den globalen Ölmärkten weiter schürte.
- Am vergangenen Freitag wurde Saudi-Arabien erneut Ziel eines Angriffs. Riad macht von Iran in Irak unterstützte Kämpfer verantwortlich, was dazu führte, dass der Ost-West-Öltransport via Pipeline, die die Straße von Hormus umgeht, unterbrochen wurde. Laut saudischen Käufern und Händlern könnte, sofern die Leitung nicht wieder in Betrieb genommen wird, das exportierbare Rohöl binnen weniger Tage zur Neige gehen. Dies könnte das globale Ölangebot um bis zu 4% verringern. Als größter Erdölexporteur der Welt nutzt Saudi-Arabien diese Pipeline täglich für etwa 4 Millionen Barrel Öl zum Rotmeerhafen Yanbu – das entspricht etwa 4% des weltweiten Gesamtangebots.
- Am vergangenen Wochenende sank die Zahl der Massengutschiffe, die die Straße von Hormus passierten, auf weniger als 10 pro Tag – von zuvor durchschnittlich 14 Schiffen pro Tag während der vergangenen 10 Tage. Tim Waterer, Chef-Marktanalyst bei KCM Trade, erklärte, dass jeder neue Angriff oder Schaden an der Infrastruktur von Rohölhändlern als gesteigertes Versorgungsrisiko angesehen werde, während man auf jegliche Anzeichen für eine Normalisierung von Schiffstransporten oder Pipelines maximal sensibel reagiere. Er fügte hinzu, dass aktuell vor allem die Dauer der Pipelineunterbrechung im Fokus der Marktteilnehmer stehe. Jede längerfristige Unterbrechung und ein Ausfall in der Versorgung könnten die Ölpreise leicht weiter in die Höhe treiben.
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