Institution: Die aktuelle Zinserhöhung der Fed könnte nur eine einmalige Maßnahme sein, dieser Zinserhöhungszyklus findet möglicherweise nur dieses eine Mal statt.
汇通网, 16. September—— Die Volkswirtschaftler Christophe Hodge und Selin Aker von der französischen Außenhandelsbank veröffentlichten einen Ausblickbericht und gehen davon aus, dass die US Federal Reserve auf ihrer Sitzung die erste Zinserhöhung unter dem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh beschließen wird. Sollte der Inflationsdruck im vierten Quartal 2026 nachlassen, könnte diese Zinserhöhung die einzige des aktuellen Zyklus bleiben. Ein über den Erwartungen liegender Kern-CPI begünstigt eine Zinserhöhung, der Dot-Plot könnte die Zinserwartungen leicht anheben, doch unter den Ausschussmitgliedern gibt es erhebliche Meinungsunterschiede, und Warshs Pressekonferenz wird vermutlich keine klaren Hinweise zur weiteren Politik enthalten.
Das Forschungsteam der französischen Außenhandelsbank (Natixis) geht davon aus, dass die US Federal Reserve unter der Leitung von Kevin Warsh mit hoher Wahrscheinlichkeit die erste Zinserhöhung beschließen wird. Gleichzeitig präsentieren die Experten eine außergewöhnliche Einschätzung: Sollte sich im letzten Quartal 2026 der Inflationsdruck abschwächen, könnte die bevorstehende Zinserhöhung die einzige im laufenden Zyklus sein. Die Volkswirtschaftler Christophe Hodge und Selin Aker analysieren im FOMC-Ausblickbericht, dass Fed-Präsident Warsh mittels einer moderaten Zinserhöhung die Inflation weiter senken will.
Kern-CPI festigt Zinserhöhungserwartung, Abstimmungslager birgt Meinungsunterschiede
Christophe Hodge und Selin Aker erklären: „Wir erwarten, dass die Federal Reserve die Obergrenze des Leitzinses auf 4,0% anhebt – die erste Zinserhöhung seit drei Jahren und zugleich die erste unter Warshs Führung. Wir gehen davon aus, dass es auf der Sitzung kaum Gegenstimmen geben wird, aber die bereits im Juli für eine Zinserhöhung eintretenden regionalen Fed-Präsidenten Logan, Harker und Kashkari könnten dagegen stimmen und eine einmalige Anhebung um 50 Basispunkte fordern.“
Die beiden Ökonomen stellen fest, dass die Kern-CPI-Daten, die über den Markterwartungen liegen, die Marktprognose einer Zinserhöhung grundsätzlich bestätigen. Im Bericht heißt es: „Die Toleranz der Entscheidungsträger gegenüber kurzfristigen, einmaligen Störfaktoren ist deutlich gesunken. Obwohl einige Faktoren, die die Inflation antreiben, außerhalb des Einflussbereichs der Federal Reserve liegen, bleibt eine anhaltend über dem Ziel liegende Inflation das Kernproblem, das die Fed adressieren muss. Die Politikverantwortlichen senden fortlaufend Signale, dass der Status quo nicht länger toleriert wird. Präsident Warsh drückte bereits auf dem Jackson Hole Treffen im August seine Unzufriedenheit mit dem Tempo des Inflationsrückgangs aus; der neueste CPI liefert nach seiner hawkischen Haltung genügend Gründe für die Umsetzung einer Zinserhöhung.“
Der Bericht weist zudem darauf hin, dass die Marktteilnehmer noch nicht vollständig die politischen Reaktionsmuster von Warsh durchschauen können, aber er hat klargemacht, dass die Senkung der Inflation Aufgabe der Federal Reserve ist und bei Bedarf das Instrument der Leitzinsen eingesetzt wird.
Dot-Plot könnte Zinserwartungen leicht anheben, Meinungsvielfalt schwächt Guidance
Im Bezug auf die sogenannten Economic Summary Forecasts bzw. Dot-Plot erwarten Hodge und Aker keine umfassenden Anpassungen. Sie sagen: „Die einzige von uns erwartete Änderung ist eine Anhebung der Zinserwartung für Ende 2026 auf 4,1 %, was bedeutet, dass der Median des Dot-Plot eine weitere Zinserhöhung innerhalb des Jahres möglich erscheinen lässt. Allerdings wird das Signal des Medians durch die starken Meinungsunterschiede unter den Mitgliedern abgeschwächt, was darauf hindeutet, dass die Zinssätze in den kommenden Jahren unterschiedliche Kursverläufe nehmen könnten.“
In Bezug auf die Pressekonferenz nach der Sitzung erwarten die Ökonomen, dass Präsident Warsh weiterhin keine klaren Hinweise für die zukünftige Politik gibt. Sie schreiben: „Wir gehen davon aus, dass Warsh die jetzige Zinserhöhung als Maßnahme einstuft, damit die Inflation innerhalb eines angemessenen Zeitraums in den Zielbereich zurückkehrt. Zugleich wird er betonen, dass diese Entscheidung unabhängig getroffen wurde und künftige Sitzungen nicht bindet. Damit hält er sich und dem Ausschuss möglichst viel Spielraum offen, um flexibel auf unerwartete Schocks zu reagieren.“
Dieser Zyklus könnte nur eine Zinserhöhung enthalten, Inflationsentwicklung bleibt zentrale Entscheidungsgrundlage
Bezüglich weiterer Zinserhöhungen der Fed heben Hodge und Aker hervor, dass der Markt besonders die kommenden Inflationsdaten im Blick behalten sollte.
Sie schreiben: „Wir erwarten, dass die Inflationsdaten sich im weiteren Verlauf verbessern werden, sodass diese Zinserhöhung möglicherweise eine einmalige Maßnahme bleibt – also die einzige Zinserhöhung dieses Zyklus. Das ist untypisch, denn üblicherweise erhöht die Federal Reserve, sobald der Zyklus begonnen hat, die Zinssätze mehrfach, um den Preisdruck ausreichend zu dämpfen. Doch aktuell befinden wir uns nicht im üblichen Rhythmus. Die rückläufige Tendenz der Inflation ist nicht gebrochen und die Vorjahresvergleichszahlen liegen weiterhin unter dem Vormonat, die Geschwindigkeit des Rückgangs genügt jedoch nicht den Ansprüchen der Federal Reserve. Deshalb ist die Überzeugung der Fed, dass bereits eine moderate Zinserhöhung genügt, um die Inflation weiter zu senken.“
Fazit
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