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AbbVie nähert sich dem Allzeithoch: Hat der neue Wachstumsmotor nach Humira bereits übernommen?

AbbVie nähert sich dem Allzeithoch: Hat der neue Wachstumsmotor nach Humira bereits übernommen?

BitgetBitget2026/09/16 04:58
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Von:Bitget
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AbbVie (NYSE: ABBV) hat sich kürzlich erneut als starkes Unternehmen unter den großen Pharmaaktien etabliert. Am 14. September stieg der Aktienkurs des Unternehmens um 1,81 % auf 261,77 US-Dollar und schloss damit zum vierten Mal in Folge höher, lediglich etwa 2 % unter dem am Ende Juli erreichten 52-Wochen-Hoch von 267,47 US-Dollar. Bemerkenswert ist, dass dieser Anstieg in einem schwachen Gesamtmarktumfeld stattfand, was zeigt, dass das Interesse der Investoren an AbbVies Fundamentaldaten steigt. Die jüngsten positiven klinischen Daten zu Qulipta und etentamig haben zudem die langfristigen Pipeline-Erwartungen des Unternehmens weiter gestärkt.

Humira sinkt weiterhin, neue Medikamente haben die Führungsrolle übernommen

In den vergangenen Jahren war die größte Investitionsdebatte bei AbbVie stets auf Humira fokussiert. Mit dem Eintritt von Biosimilars in den Markt sinken die Umsätze des einstigen weltweiten „Superstars“ weiterhin rapide. Im zweiten Quartal 2026 erzielte Humira einen Umsatz von nur 756 Millionen US-Dollar, ein Rückgang von 35,9 % gegenüber dem Vorjahr.
AbbVie hat sich jedoch inzwischen deutlich von der starken Abhängigkeit von Humira gelöst. Im zweiten Quartal belief sich der Gesamtumsatz des Unternehmens auf 16,99 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von 10,2 % entspricht. Der Umsatz von Skyrizi betrug 5,505 Milliarden US-Dollar (+24,4 %), der von Rinvoq 2,525 Milliarden US-Dollar (+24,5 %). Diese beiden Immunologieprodukte haben gemeinsam mehr als 8 Milliarden US-Dollar zum Quartalsumsatz beigetragen und damit Humira deutlich übertroffen.
Dies ist auch der entscheidende Grund für den Wandel der Bewertungslogik von ABBV in den vergangenen Jahren. Der Fokus des Marktes hat sich von der Frage „Wie weit sinken die Humira-Umsätze noch?“ zunehmend darauf verschoben, wie groß Skyrizi und Rinvoq die neue Immunologieplattform machen können. Die Humira-Patentschwelle ist immer noch in den Finanzberichten sichtbar, doch ihre negative Auswirkung auf das Unternehmenswachstum wird von neuen Produkten schnell absorbiert.

Neurowissenschaft und Onkologie-Pipeline liefern eine zweite Wachstumsebene

Neben der Immunologie erweitert AbbVie auch seine neuen Wachstumsquellen. Im zweiten Quartal verzeichnete der Geschäftsbereich Neurowissenschaften einen Umsatz von 3,228 Milliarden US-Dollar (+20,3 %), wobei Vraylar, Botox Therapeutic sowie Ubrelvy und Qulipta wichtige Bestandteile sind.
Am 10. September veröffentlichte AbbVie neue klinische Ergebnisse zur späten Phase von Qulipta (atogepant). Das Medikament erreichte in einer Studie zur menstruationsbedingten Migräne den primären Endpunkt, zudem wurden positive Ergebnisse bei mehreren sekundären Indikatoren wie Funktionsstörung, kognitiver Leistung und Akutmedikamenteneinsatz erzielt, was die Erweiterung der Indikationen des Produkts weiter unterstützt.
Gleichzeitig erreichte das Blutkrebs-Kandidat-Medikament etentamig in der späten Studie zur Multiplen Myelom den zentralen Studienziel. Die Daten zeigen eine objektive Ansprechrate von 74 % (Kontrollgruppe: 45,7 %) und eine Reduktion des Risikos für Krankheitsprogression oder Tod um 60 %. Sollte die kommerzielle Vermarktung erfolgreich verlaufen, könnte dies der derzeit noch schwachen Onkologie eine neue Stütze verleihen.

AbbVie arbeitet weiterhin aktiv an der Pipeline für das nächste Jahrzehnt

AbbVies Investitionen in externe Forschungs- und Entwicklungsassets beschleunigen sich weiter. Am 3. September schloss das Unternehmen die Übernahme von Apogee Therapeutics ab; der Eigenkapitalwert der Transaktion beträgt etwa 10,9 Milliarden US-Dollar. Zu den Kerngütern von Apogee gehören zumilokibart, ein Kandidat in der Spätphase zur Behandlung von atopischer Dermatitis, und APG273, entwickelt für Asthma, was AbbVies ohnehin schon starke Immunologie-Pipeline weiter verstärkt.
Dies verdeutlicht auch, dass AbbVie eine sehr klare Strategie verfolgt: Einerseits stützt man sich auf Skyrizi und Rinvoq für das aktuelle Wachstum, andererseits wird durch Neurowissenschaften, Onkologie sowie externe Übernahmen beständig das Produktportfolio für die Zeit um 2030 ergänzt.
Risiken gilt es ebenso zu beachten. Der Anteil von Skyrizi und Rinvoq am Unternehmenswachstum steigt kontinuierlich – sollte das Wachstum dieser Kernprodukte hinter den Erwartungen zurückbleiben, könnte der Marktwert schnell unter Druck geraten. Außerdem sanken die Onkologie-Umsätze von AbbVie im zweiten Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahr weiterhin um 1,5 %, das Geschäft für ästhetische Medizin wuchs lediglich um 0,3 %. Die Wachstumskraft der verschiedenen Bereiche des Unternehmens unterscheidet sich damit weiterhin deutlich.
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Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.

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