Laut CryptoQuant befinden sich 38% der Altcoins in einer kritischen Zone.
Der Kryptomarkt leidet weiterhin. Während bitcoin sich mehr oder weniger behauptet, brechen die Altcoins zusammen. Die Daten von CryptoQuant sind eindeutig: Dieser Rückgang könnte tatsächlich der schlimmste des gesamten Zyklus sein.
Kurz und knapp
- Laut CryptoQuant befinden sich 38% der Altcoins nahe ihrem Allzeittief.
- Der aktuelle Rückgang übertrifft die Intensität, die nach dem Zusammenbruch von FTX im November 2022 beobachtet wurde.
- Bitcoin beendete den Februar mit einem Minus von 14,85 %, 47,28 % unter seinem Höchststand im Oktober.
Die schlimmste Altcoin-Korrektur seit dem FTX-Crash
Das Blockchain-Analyseunternehmen CryptoQuant schlägt Alarm: Nach den neuesten Daten befinden sich heute 38% der Altcoins nahe ihrem Allzeittief – ein Niveau, das seit dem Kollaps von FTX im November 2022 nicht mehr erreicht wurde.
Zur Erinnerung: Damals erreichte der Indikator „Prozentsatz der Altcoins nahe dem ATL“, was ihrem Allzeittief entspricht, einen Höchstwert von 37,8 %. Jetzt liegt er darüber und bestätigt, dass der aktuelle Schmerz in diesem Zyklus beispiellos ist.
Das allgemeine Umfeld hilft nicht. Im Februar fiel bitcoin um 14,85 % und verzeichnete damit einen Rückgang von 47,28 % gegenüber seinem Hoch im Oktober. Dieser Druck auf den König der Kryptowährungen hat die Altcoins technisch in den Abgrund gezogen. Investoren flüchten aus riskanten Anlagen und Liquidität ist knapp.
Die gesamte Marktkapitalisierung, ohne Bitcoin und Stablecoins, sinkt seit Anfang Oktober kontinuierlich. Altcoins bleiben in einer Zone struktureller Schwäche, ohne sichtbare bullische Impulse für die kurzfristige Zukunft.
Ein Markt unter Druck, aber nicht ohne Chancen
Der Vergleich mit 2022 spricht Bände. Der Zusammenbruch des TerraUSD-Stablecoins gefolgt von einer Kettenreaktion aus Insolvenzen – Three Arrows Capital, BlockFi, dann FTX – hatte das Vertrauen in den Sektor tief erschüttert. Heute ist der Schock zwar anderer Art, sein Ausmaß bei Altcoins ist vergleichbar, wenn nicht sogar größer.
Hinzu kommen globale geopolitische Spannungen, die eine weit verbreitete Risikoaversion schüren. In Iran beispielsweise stiegen die Kryptozahlungen nach jüngsten militärischen Angriffen um 700 %, was die Nervosität des Marktes im unsicheren internationalen Klima verdeutlicht.
Trotz allem betonen Analysten einen oft übersehenen Punkt während Kapitulationsphasen:
- Phasen starken Drucks auf Altcoins gehen historisch bedeutenden Erholungen voraus.
- Extreme Kursniveaus können attraktive Einstiegsgelegenheiten für langfristige Investoren schaffen.
- Selektivität wird entscheidend: Nur die soliden Projekte werden diese Marktbereinigung überleben.
Altcoins durchlaufen ihre härteste Feuerprobe seit der Nach-FTX-Ära. Der Markt scheint das Überflüssige auszusortieren, um nur das Wesentliche zu behalten. Für erfahrene Investoren entstehen gerade in solchen Momenten große Chancen – vorausgesetzt, sie wissen, wo sie suchen müssen.
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