Bitunix-Analyst: Weltweite Inflation erhitzt sich weiter, Zentralbanken straffen ihre Geldpolitik gemeinsam, Marktpreisfindung für ein „Hochzinsumfeld“ beginnt
BlockBeats News, 14. Mai. Die Risikobereitschaft am Markt beginnt sich deutlich zu verschieben. Der US-PPI für April stieg im Quartal um 1,4 % und im Jahresvergleich um 6 %, was jeweils den größten Anstieg seit 2022 darstellt. Dies deutet darauf hin, dass sich die Kostenbelastung für Unternehmen schnell auf die Verbraucherseite überträgt. Gleichzeitig erklärte Fed-Beamtin Collins öffentlich, dass weitere Zinserhöhungen nicht ausgeschlossen werden, falls die Inflation nicht wirksam abgekühlt werden kann, was eine schnelle Korrektur der bisherigen Markterwartung einer Zinssenkungsphase im Jahr 2026 darstellt. Morgan Stanley warnte zudem, dass die US-Inflation ihren Höhepunkt von Mai bis Juni erreichen könnte, wobei drei Faktoren – Energie, Zölle und Wohnkosten – gleichzeitig das Preissystem antreiben.
Neben den USA sendet auch die Bank of Japan inzwischen stärkere Signale für einen Politikwechsel. BOJ-Ratsmitglied Imai hat offiziell von einer lockeren zu einer restriktiven Haltung gewechselt und spricht sich für eine frühzeitige Zinserhöhung aus, falls sich die Konjunktur nicht deutlich abschwächt. Der Markt hat aktuell eine 75%ige Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung in Japan im Juni eingepreist, was zu einer schnellen Erholung des Yen geführt hat. Dies zeigt, dass die geldpolitische Richtung der wichtigen Zentralbanken weltweit sich allmählich von dem bisherigen „abwarten und senken“ zu einem „Verstärken gegen Re-Inflation“ wandelt. Besonders nach der weiteren Zuspitzung der Lage im Iran, die die Energiepreise in die Höhe getrieben hat, beginnt der Markt sich Sorgen zu machen, dass Energie-inflation erneut auf globale Produktions-, Logistik- und Konsumketten übergreifen könnte.
Was Risikoanlagen angeht, zeigt sich eine deutliche Differenzierung der Marktstruktur. NVIDIA, Apple und Google haben gleichzeitig neue Allzeithochs erreicht, was darauf hindeutet, dass KI- und Large-Cap-Tech-Aktien weiterhin konzentriert globale Gelder anziehen. Diese Konzentration bedeutet jedoch auch, dass der Markt sich auf einige wenige hochliquide Kernwerte verlässt, um die Risikobereitschaft zu stützen. Andererseits hat OPEC seine Prognose für das globale Ölnachfragewachstum 2026 nach unten korrigiert, was anhaltende Sorgen über eine Abschwächung des globalen Wirtschaftswachstums widerspiegelt. Der Markt befindet sich derzeit in einem Umfeld aus „hoher Inflation + Wachstumsabschwächung“.
Was den Kryptomarkt betrifft, ist BTC derzeit in einer Seitwärtsbewegung auf hohem Niveau, doch der Markt beginnt zu hinterfragen, ob eine „Verfestigung hoher Zinsen“ den Bewertungsspielraum von Risikoanlagen schmälert. Frische Mittel haben den Kryptomarkt zuletzt nicht in bedeutendem Umfang verlassen, allerdings ist die Liquidität stärker auf BTC und große Mainstream-Werte konzentriert, während die Aufnahmefähigkeit von Altcoins kleiner und mittlerer Marktkapitalisierung weiter sinkt. Sollten die US-Inflationsdaten und die Energiepreise auch weiterhin steigen, dürfte der Markt die Liquiditätsphase der Fed neu bewerten. In diesem Fall könnten die Volatilität am Kryptomarkt und das Risiko von Liquidationen zeitgleich ansteigen.
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