Bitcoin bleibt mit 54.939 $ weiterhin über den Produktionskosten, während Miner zwischen Krypto und KI abwägen
Die geschätzten Produktionskosten für das Bitcoin-Mining liegen bei etwa 54.939 US-Dollar, und das Flaggschiff des Netzwerks ist bisher nicht unter diese Schwelle gefallen. Das ist ein bemerkenswerter Datenpunkt in einer Zeit, in der Miner sich mit einigen der schwierigsten wirtschaftlichen Bedingungen der Branche auseinandersetzen müssen, seit die jüngste Halbierung die Blockbelohnungen halbiert hat.
Hashrate erzählt die wahre Geschichte
Bitcoins Hashrate erreichte im April 2026 einen Höchststand von etwa 995 EH/s. Das liegt nur knapp unter der psychologisch wichtigen Marke von 1 ZH/s (Zetahash). Seitdem hat sie sich bei etwa 959 EH/s eingependelt.
Im Jahr 2026 ereignete sich jedoch etwas Ungewöhnliches. Das Netzwerk verzeichnete seinen ersten vierteljährlichen Rückgang der Hashrate seit sechs Jahren. Nicht wegen eines Preiseinbruchs oder regulatorischer Maßnahmen, sondern weil Miner begannen, ihre Rechenleistung auf ein vollkommen neues Ziel umzuleiten: Künstliche Intelligenz.
Die große KI-Umorientierung
Börsennotierte Mining-Unternehmen wie CleanSpark, Core Scientific und Hut 8 haben begonnen, Teile ihrer Infrastruktur auf KI und High Performance Computing (HPC) umzulenken. Die Einnahmen aus Bitcoin-Mining schwanken mit Kurs und Schwierigkeit. KI-Leasingverträge bieten Minern hingegen etwas, das sie selten bekommen: planbare, feste Einkünfte.
CoinShares und andere Analysten haben festgestellt, dass dieser Wandel sich beschleunigt. Prognosen zufolge könnten KI-bezogene Verträge bei einigen börsennotierten Minern bis Ende 2026 den Großteil der Einnahmen ausmachen.
Nach der Halbierung sanken die Blockbelohnungen auf 3,125 BTC. Die Hashpreise, also die Einnahmen pro Recheneinheit, sind entsprechend zurückgegangen.
Was die Produktionskostengrenze für den Preis bedeutet
Solange Bitcoin über seinen Produktionskosten von 54.939 US-Dollar gehandelt wird, sorgt dies für eine Art ökonomische Schwerkraft des Assets. Nähert sich der Preis den Herstellungskosten oder sinkt darunter, steigen Grenz-Miner aus, die Schwierigkeit passt sich nach unten an, und die verbleibenden Miner werden profitabler. Es ist ein sich selbst regulierender Mechanismus, der im Bitcoin-Protokoll integriert ist.
Analysten von CoinShares schätzen, dass die Hashrate von Bitcoin bis Ende 2026 etwa 1,8 ZH/s erreichen könnte, sofern die günstigen Preisentwicklungen anhalten. Das Wachstum dürfte jedoch langsamer verlaufen als in bisherigen Zyklen – genau wegen des Trends zur Umverlagerung in den KI-Bereich.
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