Mexikanischer Peso: Carry-Ströme übertreffen Fundamentaldaten – BNY
Geoff Yu von BNY hebt hervor, dass die Carry-Nachfrage nach dem mexikanischen Peso (MXN) vor der Entscheidung der Banxico stark ansteigt und MXN die meistgekaufte Währung auf Wochenbasis ist. Allerdings dämpfen geringe Volumen, rückläufige Aktienzuflüsse und nur moderate Nachfrage nach Staatsanleihen das Gesamtbild. Yu betont, dass die Lockerung durch Banxico, niedrigere reale Raten und die Unsicherheit im US-Handel den Spielraum des MXN für eine anhaltende Überperformance begrenzen.
Starke Carry-Ströme versus schwache Überzeugung
"MXN geht mit einem starken Flow-Momentum in die Banxico-Entscheidung, das deutlich über der zugrunde liegenden Asset-Geschichte liegt. Die Nachfrage nach Forwards und Swaps ist in den letzten zwei Monaten zweimal stark angestiegen, wodurch MXN auf Wochenbasis die meistgekaufte Währung und die fünftbeste im letzten Monat ist. Die Spot-Nachfrage war ebenfalls stabil, aber das breitere Bild ist weniger überzeugend: Die Volumen bleiben außerhalb der Boom-Sitzungen schwach, Aktienzuflüsse nehmen ab, die Nachfrage nach Staatsanleihen ist nur moderat positiv und es gibt keinen klaren Energie- oder Terms-of-Trade-Aufschlag."
"Ein weicheres Fed-Umfeld unterstützt Carry, aber die Lockerung durch Banxico, schwächere Unterstützung durch reale Zinsen und die anhaltende Unsicherheit im US-Handel begrenzen das Potenzial für weitere Überperformance."
"Das aussagekräftigste Element ist die Lücke zwischen dem jüngsten Kaufverhalten und den zugrunde liegenden Beständen. MXN-Flows sind innerhalb der Carry-Namen außergewöhnlich stark, doch die Positionierung ist nur moderat positiv, wenn die durch Transaktionen verursachten Ausschläge geglättet werden. Das nachhaltigere Bestandsniveau scheint eher bei 0,2-fachem des rollierenden 12-Monats-Durchschnitts zu liegen, deutlich unter den durch einzelne Spitzen ausgelösten Beständen."
"Dies deutet darauf hin, dass der Kauf noch nicht in eine dauerhafte Überzeugung umgesetzt wurde und sich wieder zurückbilden könnte, wie nach dem Juni-Ereignis."
"Unsere bevorzugte Herangehensweise ist daher vorsichtig: MXN nicht hinterherlaufen, weitere Stärke nutzen, um das Exposure zu verringern oder Schutz hinzuzufügen, und Lateinamerikas Carry-Märkte mit stärkerem Asset-Flow-Support bevorzugen."
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