MORNING BID EUROPE – In der Hoffnung auf einen klaren und übersichtlichen Arbeitsmarktbericht
Reuters2026/08/07 04:36Ein Blick auf den kommenden Tag an den europäischen und globalen Märkten von Stella Qiu
Die Märkte bewegen sich größtenteils seitwärts, da Händler abwarten und sich vor dem US-Arbeitsmarktbericht zurückhalten, dessen Ergebnis von Monat zu Monat immer schwerer vorherzusagen ist.
Allerdings könnten die Einsätze kaum höher sein, da die Märkte sich nicht festlegen können, wie die Federal Reserve im nächsten Monat vorgehen wird. Eine Zinserhöhung ist zu etwa 54 % eingepreist – also quasi eine Münzwurfentscheidung, was genau die Art von Unklarheit ist, die der neue Vorsitzende Kevin Warsh scheinbar gern fördert.
Der Konsens geht für Juli von einem Stellenzuwachs um 80.000 aus, aber die Spanne ist so groß – von 10.000 bis 140.000 –, dass jemand ganz falsch liegen wird. Die Arbeitslosenquote soll mit immer noch niedrigen 4,2 % stabil bleiben, obwohl eine Gruppe von Analysten 4,3 % prognostiziert.
Wie lautet also das Drehbuch? Angesichts der Inflationsrisiken, die für die politischen Entscheidungsträger im Fokus stehen, würde ein Ergebnis im Rahmen oder über den Erwartungen der Federal Reserve erlauben, im nächsten Monat bei Bedarf die Zinsen zu erhöhen, ohne den Arbeitsmarkt zu zerstören. Es bräuchte ein deutlich schwächeres Ergebnis, damit die Märkte flächendeckend von weiteren Zinserhöhungen abrücken.
Diese Ungewissheit spiegelte sich in einem der ruhigeren Tage an den asiatischen Märkten wider. Japan und Südkorea gaben um etwa 1 % nach, aber das waren keine der wilden Schwankungen der letzten Wochen. Chinesische Aktien verbuchten leichte Gewinne, da die große Exportmaschinerie weiter auf Hochtouren läuft.
Die europäischen Futures deuten auf einen etwas schwächeren Handelsstart hin, mit einem Rückgang des gesamteuropäischen Aktienindex STXEc1 um 0,2 %. Die Wall-Street-Futures verharrten auf dem Vortagesniveau.
Einzige Ausnahme war der Energiemarkt: Öl legte am Freitag um 1 % zu, da ein Abkommen zwischen den USA und Iran zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus noch weiter entfernt scheint als bislang angenommen. Washington dürfte über Teherans mutmaßliche Forderung, "feindliche" Schiffe auszuschließen und hohe Gebühren auf Fracht zu erheben, nicht erfreut sein, während das Risiko weiterer Angriffe allgegenwärtig bleibt.
Brent Crude LCOc1 stieg um 1,2 % auf 83,50 US-Dollar pro Barrel und baute damit auf einen nächtlichen Zugewinn von fast 4 % aus, liegt aber weiterhin deutlich unter dem jüngsten Hoch von 102 US-Dollar.
Wichtige Entwicklungen, die am Freitag die Märkte beeinflussen könnten:
US-Arbeitsmarktbericht (Juli)
Deutsche Industrieproduktion, Handelsbilanzdaten für Juni
Französische Handelsbilanzdaten für Juni
(Von Stella Qiu; Redigiert von Christopher Cushing)
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