Aktienkurs steigt rasant! Fermi (FRMI.US) erhält ersten Mietvertrag für KI-Datenzentrum – 6,5 Milliarden US-Dollar, 15 Jahre Laufzeit gesichert
Die Aktien von Fermi stiegen sprunghaft an, nachdem das Unternehmen den ersten Rechenzentrum-Mietvertrag im Wert von 6,5 Milliarden US-Dollar abgeschlossen hatte.
German Finance APP hat erfahren, dass im Stromwettlauf der AI-Infrastruktur ein Immobilieninvestmenttrust aus Texas dank seiner “First-Mover”-Fähigkeiten – frühzeitige Landakquise, frühzeitige Elektrifizierung, frühzeitige Genehmigungen – erfolgreich den ersten bedeutenden Mieter gewonnen hat. Am 10. August gab Fermi Inc. (FRMI.US), spezialisiert auf die Entwicklung von KI-Rechenzentren im Hyperscale-Bereich, bekannt, dass sein Project Matador Campus im texanischen Carson County einen ersten verbindlichen Mietvertrag mit AI-Cloud-Anbieter TensorWave unterzeichnet hat. Begünstigt durch diese Nachricht stieg der Kurs der Fermi-Aktie im Nachtgeschäft am Montag um 20%.
Details zum Deal: 6,5 Milliarden US-Dollar gesichert für 15 Jahre, Start mit 222 Megawatt, ausbaubar auf 650 Megawatt
Laut der Mitteilung von Fermi wurde dieser Mietvertrag von der Fermi-Tochtergesellschaft Fermi Campus 1 LLC mit der TensorWave-Tochter TensorWave TEX1, LLC unterzeichnet. Die erste Phase umfasst eine von einer Gesamtleistung von 222 Megawatt unterstützte Einrichtung und soll während der anfänglichen Laufzeit von 15 Jahren einen Vertragsumsatz von rund 6,5 Milliarden US-Dollar generieren. Der Mietvertrag beinhaltet das Recht, zwei zusätzliche Rechenzentren zu erweitern; werden diese Optionen voll ausgeschöpft, kann die Zusammenarbeit in drei Phasen auf über 650 Megawatt ausgeweitet werden.
Die Einrichtung soll ab der zweiten Jahreshälfte 2027 sukzessive übergeben werden. Nach vollständiger Übergabe wird sie voraussichtlich Zehntausende der nächsten Generation AMD Instinct GPUs für groß angelegte KI-Trainings und Inferenz unterstützen können. Der Mietvertrag enthält außerdem zwei Verlängerungsoptionen von jeweils fünf Jahren, wodurch die potenzielle Laufzeit auf bis zu 25 Jahre verlängert werden kann.
Fermi-Vorstandsvorsitzender Marius Haas sagte: “Ein Mietvertrag von dieser Größenordnung und Laufzeit ist ein großes Vertrauenssignal für Fermi. Mit Abschluss dieses ersten verbindlichen Vertrags haben wir unser wichtigstes Ziel, das wir im Mai dem Markt zugesagt hatten, erreicht.”
TensorWave: Der neue Star der AMD-KI-Cloud
Der Mieter TensorWave ist ein in Las Vegas ansässiger KI-Cloud-Anbieter und betreibt eine der größten AMD GPU Clouds weltweit. Das Unternehmen hat im Juni 2026 eine 350 Millionen US-Dollar schwere B-Runde abgeschlossen, angeführt von AMD Ventures und Magnetar Capital, wodurch es mit 1,55 Milliarden US-Dollar bewertet wurde.
TensorWave betreibt derzeit drei Rechenzentren in Pennsylvania, Arizona und Florida, hat bereits mehr als 2 Gigawatt langfristige Rechenzentrumskapazität gesichert und Mietverträge über insgesamt 500 Megawatt Kapazität abgeschlossen. CEO Darrick Horton erklärte: “Unsere Kunden benötigen insgesamt Hunderttausende AMD Instinct GPUs und einen verlässlichen Zeitplan. Fermi hat Strom, Land und Genehmigungen integriert und kann in diesem Tempo liefern.”
Strom und Genehmigungen als Burggraben: 17 Gigawatt geplant, 6 Gigawatt bereits genehmigt
Dieser Deal unterstreicht die zentrale Logik des aktuellen KI-Infrastrukturmarktes – “Wer den Strom kontrolliert, kontrolliert das Geschäft.” Während Hyperscale-Konzerne und Cloud-Anbieter um großflächige, zuverlässige Stromversorgung konkurrieren, stagnieren viele Projekte aufgrund von Genehmigungsverzögerungen oder ungesicherter Finanzierung. Fermi hat dank frühzeitig gesicherter Land-, Genehmigungs- und Stromressourcen einen Wettbewerbsvorteil.
Der entscheidende Hintergrund dieses Deals ist, dass der Zugang zu Strom zum Kernengpass für KI-Infrastrukturen geworden ist. Hyperscale-Cloud-Anbieter und Cloud-Anbieter kämpfen um großflächige, zuverlässige Stromversorgung, viele Projekte stagnieren wegen Genehmigungs- und Finanzierungsproblemen.
Fermis Project Matador befindet sich im schmalen Landstreifen von Texas, ist mehr als halb so groß wie Manhattan und wurde so konzipiert, dass die Stromversorgung hinter dem Zähler über ein privates Netz erfolgt, mit einer schrittweisen Kapazitätssteigerung auf etwa 17 Gigawatt. Rund 6 Gigawatt sind derzeit genehmigt, über 1,5 Milliarden US-Dollar wurden bisher investiert; die ersten Stromlieferungen sind für 2026 geplant.
Im Vergleich zu ähnlichen Deals ist die Größenordnung von Fermi besonders beachtlich. Der Bitcoin-Miner Riot Platforms, der auf AI-Hosting umgestiegen ist, unterzeichnete zuvor einen 20-Jahres-Mietvertrag für eine AI-Rechenzentrumskapazität von 191 Megawatt – etwa 14% weniger als die Anfangsphase von Fermi.
AMDs strategische Hebel: Ein weiteres Zugpferd gegen Nvidia
Dieser Deal stärkt zudem AMDs Wettbewerbsposition in der KI-Infrastruktur. TensorWave verpflichtet sich, in der Einrichtung Zehntausende AMD Instinct GPUs zu installieren, was zeigt, dass AMD durch die Unterstützung des KI-Cloud-Ökosystems Nvidia im Bereich der KI-Beschleuniger herausfordert. Bemerkenswert ist, dass Fermi erwartet, dass Teile der Vertragspflichten von einem weltweit führenden KI-Unternehmen garantiert werden – die Identität des Bürgen wurde jedoch nicht offenbart.
Fermi teilt mit, dass das Texas Tech University System die Zusammenarbeit mit Project Matador unterstützt und sich für eine reibungslose Abwicklung engagiert. Das Unternehmen verhandelt zudem mit weiteren Hyperscale-, neuen Cloud- und Enterprise-Computing-Partnern über die verbleibende Kapazität von Project Matador.
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