Beschleunigung! SpaceX plant, nächstes Jahr einen „Weltraum-Datenzentrum“-Satelliten mit Nvidia-Chips zu starten
SpaceX hat angekündigt, frühestens nächstes Jahr den Satelliten Starmind AI1 mit Nvidia-Chips zu starten – mindestens ein Jahr früher als ursprünglich geplant. Die Zusammenarbeit zwischen SpaceX und Nvidia wurde im vergangenen Monat offiziell vertieft: Damals verkündete Elon Musk, dass SpaceX künftig exklusiv Nvidia-Chips verwenden wird. Nvidia erklärte außerdem, dass SpaceX plant, auch die Vera Rubin-Plattform von Nvidia zu nutzen.
SpaceX erweitert das Schlachtfeld der KI-Infrastruktur bis ins All. SpaceX hat angekündigt, bereits im kommenden Jahr KI-Satelliten mit Nvidia-Chips in die Umlaufbahn zu bringen, was den ursprünglich im Prospekt angegebenen Zeitplan um mindestens ein Jahr vorzieht und den Prozess vom Konzept zum realen "Weltraum-Datenzentrum" beschleunigt.
Am 24. August berichtete MarketWatch, dass Musk am Montag erklärte, SpaceX strebe an, im vierten Quartal 2027 die ersten Starmind AI1-Satelliten zu starten und im darauffolgenden Jahr die Kapazität "massiv auszubauen". Dies ist eine deutliche Vorverlegung gegenüber dem ursprünglich im Prospekt von SpaceX veröffentlichten Plan, der eine Inbetriebnahme im Jahr 2028 vorsah. Zudem erklärte Musk bereits Anfang dieses Monats gegenüber Investoren, dass SpaceX 2027 einen "beträchtlichen Anteil" der GPU-Lieferungen von Nvidia erhalten wird.
Auf Marktebene hat diese Nachricht die Aktienkurse beider Unternehmen nicht beflügelt. Nvidia fiel am Montag um 2,9 %, SpaceX verlor 1,4 %. Die Aufmerksamkeit der Investoren richtet sich vor allem auf die Nvidia-Geschäftszahlen des zweiten Quartals, die am Mittwoch nach Börsenschluss veröffentlicht werden – ein Ereignis, das von vielen Marktteilnehmern als potenzieller Auslöser großer Schwankungen angesehen wird.
Exklusives Bündnis: SpaceX setzt vollständig auf Nvidia-Chips
Die Zusammenarbeit zwischen SpaceX und Nvidia wurde vergangenen Monat offiziell vertieft. Musk verkündete, dass SpaceX in Zukunft ausschließlich Nvidia-Chips verwenden wird – beide Parteien legten daraufhin die exklusive Kooperation offen.
Laut Nvidia plant SpaceX zudem, die Vera Rubin-Plattform von Nvidia für den Ausbau der KI-Infrastruktur zu nutzen, die den Grok-Chatbot und entsprechende Dienste unterstützt. Beim Beschreiben des gemeinsam mit Nvidia entwickelten "raumoptimierten" Systems betonte Musk: "Unser Design ist einfacher als herkömmliche Racks, kostengünstiger, dichter und leichter."
Dieses System wird in Bastrop, Texas produziert, wo auch die Produktionsstätte der KI-Satelliten von SpaceX angesiedelt sein soll. Analysen weisen darauf hin, dass die strategische Verknüpfung von SpaceX und Nvidia die Schicksale beider Unternehmen immer enger miteinander verbindet.
Bemerkenswert: Nvidia veröffentlicht am Mittwoch nach Börsenschluss die Zahlen des zweiten Quartals, die als einer der wichtigsten Auslöser für aktuelle Kursbewegungen gelten. Cantor Fitzgerald-Analyst C.J. Muse sagte kürzlich gegenüber Kunden, jetzt sei die Zeit, "die Augen zu schließen" und stark in Nvidia-Aktien zu investieren.
Ambitionierter Fahrplan für die Erweiterung der Rechenleistung
Berichten zufolge liegt die Geschäftslogik hinter dem Weltraum-Datenzentrum darin, regulatorische Hürden und Widerstände in der Community zu umgehen, jedoch sind die Kosten-Nachteile ebenfalls deutlich. Das Forschungsinstitut Wood Mackenzie schätzt, dass eines orbitalen Datenzentrums mit einer Leistung von 1 Gigawatt etwa 170 Milliarden US-Dollar kostet – mehr als das Dreifache eines herkömmlichen Datenzentrums.
Befürworter argumentieren jedoch, dass die Wirtschaftlichkeit orbitale Datenzentren sich mit sinkenden Raketenstartkosten – SpaceX treibt dies mit dem Starship-Projekt voran – verbessern wird. Kritiker entgegnen, dass zumindest für die nächsten Jahre Boden-Datenzentren weiterhin einen deutlichen Kostenvorteil im Betrieb haben werden.
Morgan Stanley-Analyst Adam Jonas erwartet, dass SpaceX 2026 etwa 53 Milliarden US-Dollar für KI-bezogene Investitionen ausgeben wird und 2027 auf 130 Milliarden US-Dollar ansteigt, mit einem Kapitaleinsatz von etwa 40 US-Dollar je Watt.
Außerdem beschränkt sich SpaceX mit der Erweiterung der Rechenleistung nicht nur aufs All. Musk erklärte, dass das Unternehmen bis Ende 2026 mehr als 2 Gigawatt KI-Rechenleistung ansammeln will und bis Ende 2027 diese Zahl auf "näher an 10 als an 5 GW" bringen will.
Aktuell besitzt SpaceX Datenzentren in Tennessee und Mississippi und plant Berichten zufolge mindestens ein weiteres in Texas. Musk sagte am 4. August:
"Die Branche strebt nach immer mehr Rechenkapazität. Wir expandieren unsere Kapazitäten schnell, um die Anforderungen von Grok sowie die externen Bedürfnisse führender Unternehmen wie Google und Anthropic zu erfüllen."
Neben der Infrastruktur auf dem Boden arbeitet SpaceX mit Tesla am Ausbau der Chipproduktion in Texas. Beide Unternehmen wollen in der ersten Phase des Terafab-Projekts in Grimes County, Texas, mindestens 16,8 Milliarden US-Dollar investieren.
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