Vor dem US-Arbeitsmarktbericht: Beschäftigungsdaten könnten über die Zinsanhebung im September entscheiden
智通财经2026/09/04 03:16- Der Markt erwartet im August einen Anstieg der Nichtlandwirtschaftlichen Beschäftigung um 58.000, eine unveränderte Arbeitslosenquote von 4,1 % und ein verlangsamtes Lohnwachstum von 3,0 % im Jahresvergleich. Der Bericht könnte durch Einmaleffekte beeinflusst werden – darunter der Verlust des temporären Schutzstatus von über 300.000 Haitianern und die Schließung von Fleischverarbeitungsbetrieben; das Risiko schwächer als erwarteter Daten darf nicht unterschätzt werden.
- Der Fokus der Federal Reserve liegt derzeit weiterhin auf der Inflationsseite. Solange die Arbeitslosenquote bei rund 4,1 % bleibt, wird der Arbeitsmarkt die Fed nicht zu einer Lockerung zwingen. Die Verbraucherpreisindex-Daten (CPI) am 11. September könnten entscheidender für die Geldpolitik sein als der aktuelle Arbeitsmarktbericht. Falls sich das Lohnwachstum weiter verlangsamt, könnte das die Tauben innerhalb der Fed unterstützen.
- Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September wurde vom Markt seit Wochenbeginn von 66 % auf etwa 50 % nach unten angepasst, zum Teil beeinflusst durch die schwachen Zahlen des ADP-Beschäftigungsberichts (der Privatsektor schuf nur 38.000 neue Stellen). Sollten auch die offiziellen Arbeitsmarktdaten enttäuschen, könnte sich die Erwartung an Zinserhöhungen weiter abschwächen. Dies würde zu sinkenden Renditen US-amerikanischer Staatsanleihen führen und Aktien- sowie Anleihenmärkte stützen, während der US-Dollar unter Druck gerät und der Japanische Yen seinen Aufwärtstrend fortsetzen könnte.
- Der Goldpreis ist am Donnerstag bereits um fast 2 % auf über 4.480 US-Dollar gestiegen; sollten die Zinserhöhungserwartungen nachlassen, dürfte der Goldpreis weiter steigen. Die 200-Tage-Linie bei 4.533 US-Dollar stellt den nächsten wichtigen Widerstand dar. Der ISM-Index für den Dienstleistungssektor stieg unerwartet an, der Beschäftigungsindex blieb jedoch schwach und spiegelt weiterhin eine Situation von "geringer Einstellung/wenig Entlassungen" wider. Insgesamt betrachtet werden Daten, die deutlich von den Erwartungen abweichen, nach wie vor Kettenreaktionen an den Märkten auslösen.
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