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Intel erhöht CPU-Preise um weitere 10 % und plant die Einstellung von Produkten mit niedriger Gewinnmarge

Intel erhöht CPU-Preise um weitere 10 % und plant die Einstellung von Produkten mit niedriger Gewinnmarge

华尔街见闻华尔街见闻2026/09/08 00:21
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Von:华尔街见闻

Intels PC-CPUs sollen im Oktober erneut um etwa 10 % teurer werden, was bereits die dritte Preiserhöhung seit Ende 2025 darstellt. Gleichzeitig prüft CEO Chen Liwu Produktlinien mit niedrigen Gewinnmargen; einige Produkte könnten eingestellt und vom Markt genommen werden, wobei hauptsächlich der Bereich der Industriecomputer, des Internet of Things und des Embedded-Markts betroffen ist. Der Kern dieser Anpassung liegt in der Priorisierung der Gewinnmarge und der Abkehr von der bisherigen Strategie, den Absatz über niedrige Preise zu steigern.

Intel gestaltet die Profitstruktur seines CPU-Geschäfts durch Preiserhöhungen und Kürzungen der Produktlinien neu.

Am 8. September berichtete die taiwanesische „Elektronik-Zeitung“ unter Berufung auf Lieferkettenquellen, dass Intel die Preise für PC-CPUs voraussichtlich am 5. Oktober 2026 erneut um etwa 10% erhöhen wird. Dies ist bereits die dritte Preiserhöhung seit Ende 2025: Im ersten Quartal 2026 wurden die Preise um rund 10% angepasst, im Juli wurden die Preise für einige Consumer- und Server-CPUs erneut angehoben, wobei die Erhöhungen von Dutzenden bis über Tausend US-Dollar reichen.

Gleichzeitig überprüft Intel-CEO Lip-Bu Tan die Small Core-Produktlinie mit geringer Marge; einige Produkte könnten in die End-of-Life-Phase (EOL, Auslauf und Rückzug vom Markt) gehen. Lieferkettenexperten betonen, dass alle diese Maßnahmen auf ein Ziel ausgerichtet sind: die Steigerung der Gesamtmarge und die Abkehr von der bisherigen Strategie des Mengenwachstums durch Preissenkungen.

Preissteigerungslogik: Marge vor Marktanteil

Laut Lieferkettenbetreibern steigen die Preise bei Intel weiterhin, vor dem Hintergrund steigender Gesamtkosten in der Lieferkette und starker Nachfrage nach bestimmten Produkten.

Aus Marktperspektive wird das globale PC-Lieferaufkommen für 2026 auf etwa 260 Millionen Einheiten geschätzt, 2027 könnte es leicht auf etwa 250 Millionen sinken. Experten stellen fest, dass der Rückgang der Nachfrage nicht auf einen schrumpfenden PC-Markt zurückzuführen ist, sondern auf die jüngsten starken Preissteigerungen von Komponenten wie Speicher und Leiterplatten, wodurch der Kostendruck für Endprodukte anhält.

Vor diesem Hintergrund entscheidet sich Intel dennoch für Preiserhöhungen. Dies zeigt, dass die Strategie nun von „Marktanteil gewinnen“ auf „Profitabilität steigern“ umgeschwenkt ist.

Laut Lieferkettenanalysen könnte Intel – sollte es im PC-Markt mit etwa 250 Millionen Einheiten wieder fast 200 Millionen CPUs ausliefern – den Marktanteil auf etwa 78% steigern. Durch Erhöhung des durchschnittlichen Verkaufspreises (ASP) wird die Rentabilität des PC-CPU-Geschäfts deutlich verbessert.

Kürzung von Niedrigmargenprodukten: IPC und IoT-Märkte könnten Lücken aufweisen

Neben Preiserhöhungen setzt Lip-Bu Tan bei der Überprüfung der Produktlinien auf direkte Kriterien.

Laut Lieferkettenquellen stehen Small Core-Produkte mit niedriger Marge vor dem Auslauf. Im Gegensatz zu früher, als Intel viele Produkte zur Wahrung der Plattformintegrität und zur Erfüllung von Kundenbedürfnissen behielt, ist nun der Beitrag zur Profitabilität das Ausschlaggebende für den Verbleib im Portfolio.

Betroffen sind nicht die Mainstream-Consumer-PCs, sondern Märkte mit langer Lebensdauer wie Industrie-PCs (IPC), Internet of Things (IoT) und Embedded. Kunden dieser Märkte legen mehr Wert auf Kosten, Stromverbrauch, Lieferzeiten und Plattformstabilität und haben geringeren Bedarf an den neuesten Prozessen und höchster Leistung. Entsprechend liegen die Margen hier ohnehin niedriger als bei Highend-PCs und Server-CPUs.

Lieferkettenanalysen gehen davon aus, dass der Rückzug von Intel aus diesen Segmenten Raum für ARM-Anbieter wie Qualcomm und MediaTek schafft, insbesondere in den Bereichen IPC, Edge Computing und IoT, wo ARM-SoCs Vorteile bei Integration und Energieeffizienz bieten.

Aktuell konzentriert sich Lip-Bu Tan bei der Prüfung auf das CPU-Geschäft; Produktsparten wie Chipsatz, LAN, Wi-Fi sind bislang nicht auf gleiche Weise auf ihre Marge überprüft worden. Lieferkettenexperten betonen, dass sich die Auswirkungen auf die IC-Design-Industrie deutlich verstärken könnten, falls ähnliche Standards auf diese Bereiche ausgeweitet werden.

Organisatorische Verschlankung schreitet voran

Neben der Anpassung der Produktstrategie treibt Intel auch die organisatorische Restrukturierung voran.

Nach Amtsantritt von Lip-Bu Tan wurden das Management von 12 auf 6 Ebenen reduziert und die Gesamtzahl der Beschäftigten auf rund 80.000 verkleinert, um langjährige Bürokratie und ineffiziente Strukturen zu beseitigen. Im Juli erfolgte eine weitere Entlassungswelle im Bereich Datenzentrum und Künstliche Intelligenz (DCAI); aktuell liegt die weltweite Mitarbeiterzahl bei rund 75.000.

Gerüchten zufolge will Intel letztendlich weitere 5% bis 10% abbauen. Lieferkettenexperten gehen aber davon aus, dass Intel parallel neue Talente einstellt und sich eine Mitarbeiterzahl von etwas über 70.000 als angemessener Rahmen ergibt.

Server-CPU: eine noch schwierigere Produktion

Verglichen mit PC-CPUs steht Intel derzeit vor noch größeren Herausforderungen im Bereich der Server-CPUs.

Lieferkettenquellen berichten, dass Intels eigene Fabriken auf die Produktion von Server-CPUs fokussiert sind, die Margen sind höher als bei von TSMC gefertigten Produkten. Dennoch bleibt die Produktion von Server-CPUs knapp, wodurch Kapazitäten für PC-CPUs beschnitten werden. Um den Output an Server-CPUs zu erhöhen, müssten Teile der Bestellungen an TSMC übertragen werden, was ein Dilemma in der Fertigung erzeugt. Gleichzeitig stehen die Fertigungsqualität der Intel 18A-Prozesse und der Fortschritt der 14A-Prozesse weiter im Fokus des Marktes.

Im Hinblick auf neue Produkte plant Intel laut Brancheninsidern gemeinsam mit AMD, im März bzw. Juni/Juli 2027 die jeweiligen Flaggschiff-Neuheiten vorzustellen. Die gestaffelten Markteinführungen beider Unternehmen sorgen für Aufmerksamkeit im PC-Markt über das ganze Jahr und motivieren Markenhersteller und Händler zur frühzeitigen Lagerbevorratung, was die Nachfrage in der PC- und Mainboard-Lieferkette antreibt.

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