Solana-Spot-ETFs haben in der Woche bis zum 18. September 13,2 Millionen US-Dollar an Nettozuflüssen verbucht, während Bitcoin-ETFs im selben Zeitraum nur auf 6,2 Millionen US-Dollar kamen. Damit steht Solana bei zwölf aufeinanderfolgenden Wochen mit positiven Zuflüssen, laut Daten von SoSoValue die längste Serie eines Altcoin-ETFs im laufenden Jahr. Parallel dazu legte SOL in derselben Woche um 11,29 Prozent zu, während sich die Bitcoin-Fonds ohne klare Richtung bewegten.
- ETF-Zuflüsse: 13,2 Mio. US-Dollar bei Solana gegenüber 6,2 Mio. US-Dollar bei Bitcoin in der Woche bis 18. September
- Serie: zwölf aufeinanderfolgende Wochen mit positiven Solana-ETF-Zuflüssen
- Kursentwicklung: SOL gewann 11,29 Prozent, Bitcoin-Fonds bewegten sich ohne klare Richtung
- Nettovermögen: die neun von SoSoValue beobachteten Solana-ETFs hielten zusammen rund 1,41 Mrd. US-Dollar
Solana-ETF-Zuflüsse im 12-Wochen-Vergleich
Der Wochenvergleich bis zum 18. September zeigt eine deutliche Entkopplung zwischen den beiden größten Krypto-ETF-Segmenten. Solana-Spot-ETFs nahmen laut SoSoValue 13,2 Millionen US-Dollar netto auf und setzten damit ihre seit zwölf Wochen laufende Zuflussserie fort. Die Quelle bezeichnet dies als die längste positive Serie eines Altcoin-ETFs im Jahr 2026.
Bitcoin-ETFs kamen im selben Zeitraum nur auf 6,2 Millionen US-Dollar netto, den nach Angaben der Primärquelle geringsten Wochenwert seit dem Start der Fonds vor 141 Handelswochen beziehungsweise seit Januar 2024. Bemerkenswert dabei: Die Bitcoin-Fonds bewegten brutto insgesamt 1,5 Milliarden US-Dollar, landeten netto aber fast bei null. Wie stark die Nachfrage nach Bitcoin-ETFs zuletzt schwankte, zeigt sich also weniger in der Nettozahl als im Umfang der gegenläufigen Tagesbewegungen. Die neun von SoSoValue verfolgten Solana-ETFs hielten zum Stichtag zusammen rund 1,41 Milliarden US-Dollar an gesamten Nettovermögenswerten.
Analytische Einordnung: Kapitalzufluss und Kursentwicklung zeigen in dieselbe Richtung
Auffällig ist, dass die Solana-Zuflüsse in einer Woche mit belastenden Nachrichten aus den USA anhielten. Der Senat lehnte den CLARITY Act mit 49 zu 50 Stimmen ab, zudem erhöhte die Fed ihren Leitzins auf 3,75 bis 4,00 Prozent. SOL-ETFs verzeichneten laut Primärquelle an den betreffenden Handelstagen dennoch Zuflüsse, während die Bitcoin-Fonds an diesen Tagen deutliche Abflüsse hinnehmen mussten.
Die Kursentwicklung stützt dieses Bild: SOL legte über die Woche 11,29 Prozent zu, der Bitwise Solana Staking ETF stieg laut einer Auswertung von 24/7 Wall St. in fünf Tagen sogar um 12,12 Prozent. Dass Kapitalfluss und Kursbewegung hier in dieselbe Richtung zeigen, deutet auf eine gewisse Eigendynamik der Nachfrage hin – belastbar belegt ist damit allerdings noch keine nachhaltige Trendwende. Die vorliegenden Daten decken lediglich einen Wochenzeitraum ab und lassen keine gesicherten Aussagen über die Ursache der Entkopplung zu.
Zweite Metrik: Netzwerk-Upgrade und Fondsvermögen
Parallel zu den Kapitalflüssen gab es auf technischer Seite ein Update: Solana senkte am 18. September seine Slot-Zeit von 300 auf 250 Millisekunden, wodurch Blöcke nach Angaben der Primärquelle rund 17 Prozent schneller verarbeitet werden. Ob dieses Detail unmittelbar zu den ETF-Zuflüssen der Woche beigetragen hat, lässt sich aus den vorliegenden Daten nicht ableiten, es fällt aber zeitlich in denselben Zeitraum.
Für Oktober ist zudem das sogenannte Alpenglow-Upgrade angekündigt, das laut Primärquelle eine Finalität von rund 150 Millisekunden anstrebt. Gemessen an der aktuellen Fondsgröße von rund 1,41 Milliarden US-Dollar bei den neun beobachteten Solana-ETFs bräuchte ein einzelner Wochenzufluss von 13,2 Millionen US-Dollar naturgemäß mehrere Monate, um das verwaltete Vermögen spürbar zu verdoppeln. SOL notierte zuletzt bei rund 117 US-Dollar, was einer Marktkapitalisierung von etwa 68 Milliarden US-Dollar entspricht.
Ausblick: ETF-Serie und Alpenglow im Blick behalten
Für die kommenden Wochen bleibt vor allem eine Frage entscheidend: Hält die zwölfwöchige Serie positiver Solana-ETF-Zuflüsse an, oder handelt es sich um ein temporäres Phänomen rund um regulatorische und geldpolitische Unsicherheit? Das für Oktober angekündigte Alpenglow-Upgrade dürfte dabei als zusätzlicher Impulsgeber beobachtet werden, sofern es die angestrebte Finalität von 150 Millisekunden tatsächlich erreicht.
Gleichzeitig lohnt sich der fortlaufende Abgleich mit den Bitcoin-ETF-Flows, da deren hohe Bruttovolumina bei nahezu neutralem Nettosaldo auf eine fragile Nachfragebalance hindeuten. Erst eine erneute Kombination aus stabilen Solana-Zuflüssen und einem erfolgreichen Netzwerk-Upgrade würde das aktuelle Signal aus Sicht vorsichtiger Marktbeobachtung bestätigen.
Quelle: 24/7 Wall St.


